Gesundheit Medizin
25.05.2012
17:11Uhr

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Verletzungen oder krankhafte Veränderungen an Knochen, Gelenken, Muskeln und Sehnen machen auch vor jungen und sportlichen Menschen nicht Halt. Ein Unfall mit oftmals unerwarteten Folgen ist schnell passiert. Die richtige Anlaufstelle ist in so einem Fall der Orthopäde. Das Fachgebiet der Orthopädie befasst sich sowohl mit angeborenen als auch mit erworbenen Erkrankungen des Halte- und Bewegungsapparates, ihrer Vorbeugung, Entstehung, Erkennung und Therapie.
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Exklusiv für Userinnen und User von gesundheit1.de beantworten Dr. Carsten Lütten und Dr. Johannes Holz sämtliche Fragen rund um Sportverletzungen, Gelenkschäden und andere orthopädische Themen.
Hier findet Ihr Eure Fragen und die Antworten der Experten.
FUSSBALL
Thomas K. aus Hamburg: „Ich habe vor zwei Wochen beim Fußball einen Tritt gegen das Knie bekommen und verspüre einen Druckschmerz in der Kniekehle.
Die Untersuchungen im Krankenhaus ergab eine starke Prellung – mehr nicht. Wenn ich am Tag zwei bis drei Stunden ohne Krücken rummarschiere, spüre ich abends immer noch Schmerzen. Wie lange ist der Zustand noch normal? Wann kann ich in der Regel wieder Fußball spielen?
Ich nehme dazu 1x am Tag das Schmerzmittel Ibuflam 800mg. Wie lange ist das noch gesund? Und sind das die richtigen Tabletten?“
Herr Dr. Lütten: „Bei einer Verletzung des Kniegelenks ist immer entscheidend, genau herauszustellen, wie sie im Einzelnen stattgefunden hat. Der Hergang lässt sich aus Ihren Schilderungen leider nicht genau erschließen. Im Allgemeinen kann es sich bei einer Verletzung dieser Art um eine banale Prellung, aber auch im schlimmsten Falle um eine Knorpel- und Bandverletzung, gegebenenfalls Meniskusverletzung handeln. Insofern würde ich dringend davon abraten, dem Kniegelenk einfach nur eine selbstverständliche Heilung zuzumuten, sondern die Diagnostik noch weiter verfeinern. Da die Röntgenbilder der Klinik wohl unauffällig sind, würde ich eine Kernspintomografie durchführen lassen, um Band-, Knorpel- oder Meniskusverletzungen ausschließen oder erkennen zu können. Wir wissen, dass unbehandelte Knorpel-, Meniskus- oder Bandverletzungen unweigerlich zu Spätschäden führen, somit ist ein spontanes Zuwarten derzeit nicht mehr als sinnvoll zu erachten.“

Dr. Johannes Holz (links) und Dr. Carsten Lütten (rechts)
WELLENREITEN
Dirk K. aus Hamburg: „Ich habe seit einem guten Jahr Probleme mit meinem Ellenbogen und hoffe, dass Sie mir da weiterhelfen können.
Ich bin seit einigen Jahren aktiver Wellenreiter und übe diesen Sport in heimischen Gewässern so oft wie möglich aus.
Angefangen hat alles letztes Jahr im Mai. Nach einer knapp zweistündigen Surfsession in der ca. 10 Grad kalten Ostsee (allerdings mit entsprechendem Neoprenanzug), begann mein rechtes Ellenbogengelenk zu schmerzen. Die Schmerzen hielten auch einige Tage nach dem Surfen noch an. Ich ließ mich von meiner Hausärztin zu einem Sportmediziner überweisen, der sich meinem Ellenbogen anschaute und mir erklärte, dass das eine Art von Tennisarm sei. Also eine Überbelastung durch eine ungewohnte Bewegung. Er verschrieb mir den Arm zu schonen und meinte, dass die Probleme nach einigen Tagen sicher nachlassen würden.
Dem war leider nicht so! Nach zwei Wochen ging ich noch einmal zu dem Sportmediziner, der mir dann eine Kortisonspritze gab, woraufhin die Schmerzen auch verschwanden.
Nur leider ist es immer noch so, dass ich beim Wellenreiten, speziell in kühlerem Wasser, immer noch Schmerzen beim Paddeln habe. Keine übermäßig starken, aber so dass ich merke, dass irgendetwas nicht in Ordnung ist.
Ich hoffe Sie können mir weiterhelfen, bezüglich einer Behandlung bei einem Osteopathen oder einem anderen Facharzt für solche Beschwerden.“
Herr Dr. Holz: „Leider können Schmerzen beim Tennisarm langwierig sein. Bevor eine Chronifizierung droht, sollte zunächst die Diagnostik durch eine Röntgenuntersuchung des Ellenbogengelenks sowie eine Kernspintomographie durchgeführt werden. Verschleißerscheinungen im Ellenbogengelenk, z.B. kleine Knorpelschäden, aber auch Überlastungsschäden an Sehnen und Muskeln können so nachgewiesen werden. Sind die therapeutischen Möglichkeiten durch Injektionen und Krankengymnastik ausgeschöpft, kann eine Therapie mit extracorporellen Stoßwellen (ESWT) helfen. Als letzte Möglichkeit bleibt die operative Therapie. Hierbei führen wir eine Coblationstherapie mit einer TOPAZ-Sonde durch. Durch diese Therapie kann eine Selbstheilung der Sehne ausgelöst werden.“
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Dr. Carsten Lütten und Dr. Johannes Holz haben Eure Fragen rund um Sportverletzungen, Gelenkschäden und andere orthopädische Themen beantwortet.
[ EG ]
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n-7255040-ihr-fragt-.htm