Gesundheit Medizin
25.05.2012
16:55Uhr

Mit gesundem Rücken durch die Schwangerschaft
Wertvolle Tipps helfen gegen Kreuzschmerzen und Verspannungen.

In neun spannenden Monaten steigt die Vorfreude auf das ungeborene Kind. Daneben steht vor allem die körperliche Veränderung bei werdenden Müttern im Vordergrund. Bis zur Geburt nimmt das Körpervolumen im Durchschnitt um etwa 30 Prozent zu und der Schwerpunkt verlagert sich durch den stetig wachsenden Bauch nach vorne. Mehr als ein Drittel der schwangeren Frauen klagen über starke Verspannungen im Nacken sowie über Schmerzen im unteren Rückenbereich. „Einfache Kräftigungsübungen sowie gezielte Dehnungen in den sensiblen Arealen erweisen sich als bestes Mittel, um Beschwerden in der Schwangerschaft vorzubeugen“, erklärt Dr. med. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde aus München und Präsident der Deutschen Wirbelsäulenliga.
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Zeit voller Veränderungen – besonders für den Körper
Während der Schwangerschaft verändert sich der Körper stetig. In den ersten drei Monaten betrifft das vor allem den Hormonhaushalt. Ab der zweiten Schwangerschaftshälfte leiden Frauen dann häufig unter Kreuzbeschwerden. Hauptursache: Gewichtszunahme und eine veränderte Körperhaltung strapazieren Bänder, Muskeln und somit nicht zuletzt die Wirbelsäule. Zudem benötigt das heranwachsende Baby immer mehr Platz im Bauch und schiebt innere Organe beiseite. Folge: Eingeengte Nerven können den gefürchteten Ischiasschmerz auslösen. Kurz vor der Geburt nimmt die Brust noch einmal deutlich an Größe und Gewicht zu. Diese ungewohnte zusätzliche Last kompensieren werdende Mütter, indem sie die Schultern nach hinten ziehen und mit dem Oberkörper weiter ins Hohlkreuz fallen. „Dadurch verspannt sich nicht nur die Muskulatur im Schulterbereich, auch steigt jetzt die Gefahr eines Bandscheibenvorfalles deutlich an“, weiß Dr. Schneiderhan.

Bildquelle: Praxisklinik Dr. Schneiderhan
Fit für die Schwangerschaft
Durch gezieltes Training und gute Vorbereitung des Körpers auf die kommenden Strapazen lassen sich Beschwerden im Vorfeld minimieren. Hierbei hilft vor allem ein optimaler Wechsel zwischen Aktivität und Entspannung. Wer bisher keinen Sport ausgeübt hat, darf während der Schwangerschaft nur mit schonenden Sportarten beginnen. Schwimmen kräftigt die gesamte Rumpfmuskulatur, schont und entspannt zugleich die Gelenke. Walken, Joggen oder Radfahren eignen sich als Ausdauersportarten. Pilates sorgt für eine bessere Körperhaltung, Yoga und Tanzen fördern zudem die Beweglichkeit. Auch der regelmäßige Gang ins Sportcenter bleibt erlaubt, nur sollten Schwangere Crunches für die geraden Bauchmuskeln nicht länger durchführen, da diese Bewegung die Sauerstoffzufuhr des Kindes herabsetzen kann. Das Training der seitlichen Bauchmuskulatur erweist sich dagegen als risikolos. Generell gilt: jegliche Überanstrengung sowie Sportarten mit hohem Verletzungsrisiko vermeiden.
Buchtipp: Dr. med. Reinhard Schneiderhan: „Dein Rücken – endlich schmerzfrei“. Hier geht’s zur Bestellung.
Weitere Informationen unter www.orthopaede.com
[ EG ]
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n-7254923-mit-gesundem-ruecken-durch-die-schwangerschaft.htm