Gesundheit Medizin
25.05.2012
12:53Uhr

Serie: Herzkiller oder Herzschutz?
Wie gefährlich ist zu hohes Cholesterin wirklich und was kann man dagegen tun? Kostenlose Telefon-Ratgeberaktion am Donnerstag, 7. Mai 2009.

Man hört ihn nicht, man sieht ihn nicht, man spürt ihn nicht - der Cholesterinspiegel steigt klammheimlich. Niemand sollte es also auf die leichte Schulter nehmen, wenn sich bei einer Blutuntersuchung ein erhöhter Cholesterinwert zeigt. Schließlich werden zu hohe Cholesterinwerte als einer der Hauptrisikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere Herzinfarkt, angesehen.
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Doch die Verunsicherung der Betroffenen ist groß, denn Cholesterin ist nicht gleich Cholesterin. Ärzte warnen vor Verallgemeinerungen. Sie unterscheiden zwei unterschiedliche Formen des Cholesterins, die im Körper verschiedene Wirkungen entfalten: Das „schlechte“ LDL-Cholesterin lagert sich in den Blutgefäßen ab und kann letztlich zu Gefäßverstopfung führen. Das „gute“ HDL-Cholesterin hat den gegenteiligen Effekt: Es nimmt LDL-Cholesterinablagerungen aus den Gefäßen auf, transportiert sie zum Abbau in die Leber und wirkt so positiv auf Herz und Gefäße.
Individuelle Faktoren sind entscheidend
Um den „Killern Nummer eins“ – Arteriosklerose, Herzinfarkt und Schlaganfall – vorzubeugen, sollte man daher nicht nur den Gesamtcholesterinwert regelmäßig kontrollieren lassen. Für eine effektive Prävention ist es vor allem wichtig, den LDL-Cholesterinspiegel (low-density-lipoprotein) möglichst niedrig und den HDL-Cholesterinspiegel (high-density-lipoprotein) hoch zu halten. Allerdings sind die von Experten festgesetzten Zielwerte nicht für alle Patienten gleich. Maßgeblich mitbestimmt werden sie durch zusätzliche Faktoren, die das Gesamtrisiko für Gefäßerkrankungen steigern. Dazu gehören neben Krankheiten wie Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Bluthochdruck oder Übergewicht auch das Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen innerhalb der Familie und Lebensstilaspekte wie körperliche Aktivität und Rauchen. Der Arzt kann sagen, welcher LDL-Cholesterinzielwert für die Gesundheit des einzelnen Patienten vorteilhaft ist.
Bewegung und Ernährung als Cholesterinsenker
Mit einer umfassenden Änderung ihres Lebensstils sollten Betroffene zunächst selbst aktiv werden, um den je nach Gesundheitszustand empfohlenen Zielwert für das LDL-Cholesterin zu erreichen. Das bedeutet: ausreichende Bewegung, gesunde Ernährung und nicht Rauchen. Nahrungsmittel mit einem hohen Cholesteringehalt wie Wurst, Fleisch, Butter und Käse sind weniger empfehlenswert. Auch Alkohol wirkt sich ungünstig aus, weil er im Körper in Fett umgewandelt wird. Dagegen kann regelmäßiges Bewegungstraining bewirken, dass der Organismus das Cholesterin selbst wieder abbaut. Wenn diese Maßnahmen nicht genügend greifen oder die Patienten ohnehin ein hohes Gesundheitsrisiko besitzen, weil ihr Blutdruck erhöht ist oder sie bereits einen Herzinfarkt oder Schlaganfall erlitten haben, stehen den Betroffenen ergänzend medikamentöse Therapien mit cholesterinsenkenden Präparaten zur Verfügung.

Quelle: djd MSD Essex
Fragen Sie unsere Experten:
Für wen gilt welcher LDL-Cholesterinzielwert? In welchem Zusammenhang stehen Stress und Cholesterin? Was geschieht, wenn ich mit dem Rauchen nicht aufhören kann? Wie erkenne ich mein persönliches Herz-Kreislauf-Risiko? Wie kann ich mein „gutes“ Cholesterin steigern? Welche Nahrungsmittel sollte man meiden? Welche Sportarten sind zu empfehlen? Wie oft sollten die Cholesterinwerte überprüft werden? Wann sind Medikamente nötig? Warum sind häufig auch schon jüngere Menschen betroffen? Werden Fettstoffwechselstörungen bei Frauen schlechter diagnostiziert? Diese und andere Fragen können die Leser von fit1.de am 7. Mai 2009 zwischen 10 und 16 Uhr an vier ausgewiesene Experten richten.
Am Telefon sitzen für Sie:
  • Prof. Dr. med. Jürgen Schäfer, Akademischer Direktor der Philipps-Universität Marburg und Dr. R. Pohl Stiftungsprofessor für Präventive Kardiologie am Universitäts-klinikum Gießen und Marburg, Standort Marburg, Zentrum Innere Medizin – Kardiologie.
  • Prof. Dr. med. Achim Weizel, Internist und Gastroenterologe, ehemaliger internistischer Chefarzt am Diakoniekrankenhaus in Mannheim. Mitgründer und Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V.
  • Dr. med. Michael Elberfeld, niedergelassener Arzt für Allgemeinmedizin in Gemeinschaftspraxis in Leverkusen. Mitglied der Deutschen Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e. V., Schwerpunkte: praktische und innere Medizin.
  • Privatdozent Dr. med. Andreas Förster, niedergelassener Kardiologe in Gemeinschaftspraxis in Berlin. Mitglied der Medizinischen Fakultät der Charité, Humboldt-Universität. Schwerpunkte: Gefäßkrankheiten, entzündliche Herzerkrankungen, Fettstoffwechselstörungen.
  • Rufen Sie an! Persönlicher Expertenrat am 7. Mai 2009 von 10 bis 16 Uhr unter der kostenfreien Rufnummer 0800 – 000 55 32!
    Diskutiere zu diesem Thema in unserem Forum.
    Quelle: djd
    [ LS ]
    http://www.gesundheit1.de/de/medizin/drucken/
    n-7253322-serienstart.htm