
Jeder zweite Deutsche ist wetterfühlig.Wie schon Columbus, Mozart oder Goethe schlägt ein Wetterwechsel jedem zweiten Menschen in Deutschland aufs Gemüt. Fällt das Barometer, klagen sie über Kopfschmerzen, viele sind erschöpft und niedergeschlagen, sie schlafen schlecht oder ihre Gelenke schmerzen. Warum, weiß keiner so genau: Meteorologen, Mediziner, Psychologen und Physiker sind fieberhaft auf der Suche nach dem "Faktor X" - der Größe, die die biologische Wirkung des Wetters auf den Körper nachweist. Eine Gegenmittel gibt es dennoch - die Techniker Krankenkasse (TK) rät Betroffenen, gezielt ihren Kreislauf zu stärken und möglichst viel Zeit draußen an der frischen Luft zu verbringen.
Anzeige Bei Sonnenschein, einer stabilen Hochdruck-Wetterlage und 20 bis 25 Grad fühlt sich der Mitteleuropäer am wohlsten. Brisant für Wetterfühlige sind vor allem Frühling und Herbst, wenn schnelle Wetterwechsel an der Tagesordnung sind. Eine herannahende Warmfront verursacht vor allem Menschen mit Migräne und niedrigem Blutdruck Beschwerden. Auch Schlafstörungen treten dann häufig auf. Kaltfronten sind dagegen eher für Menschen mit Gelenk- und Atemwegsbeschwerden belastend.
Bei der Ursachenforschung hat die Wissenschaft zurzeit insbesondere zwei Faktoren im Visier. Eine Schlüsselrolle - insbesondere bei wetterbedingten Kopfschmerzen - könnten elektromagnetische Felder, so genannte Sferics, spielen. Sie werden von Gewittern ausgelöst und eilen diesen mit Lichtgeschwindigkeit meilenweit voraus. Da sie Hirnströme messbar verändern, besteht der Verdacht, dass sie auch Kopfschmerzen verursachen können. Zweiter Ansatzpunkt der Forscher sind Luftdruckschwankungen, die insbesondere für Kreislaufprobleme verantwortlich gemacht werden.
Maria Schwormstedt, Ärztin bei der Techniker Krankenkasse, hat fünf Tipps, wie man seinen Körper dabei unterstützen kann, besser mit Wetterumschwüngen klar zu kommen:
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