Gesundheit Medizin
25.05.2012
12:12Uhr

Intrinsa
Das erste Testosteronpflaster für Frauen, die nach der Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter unter Libidoverlust leiden.

Ab sofort gibt es in Deutschland die erste Antwort für Frauen, die nach einer chirurgisch bedingten Menopause (nach Entfernung der Eierstöcke und der Gebärmutter) unter sexueller Lustlosigkeit leiden: Die europäische Arzneimittelbehörde EMEA hat Procter & Gamble Pharmaceuticals UK Ltd. die Zulassung für das erste Testosteronpflaster (Intrinsa, verschreibungspflichtig) erteilt. Voraus-setzungen für die Behandlung: Die Patientin empfindet die sexuelle Unlust als seelische Belastung und erhält bereits eine begleitende Östrogentherapie (kein konjugiertes equines Östrogen1). Das Testos-teronpflaster ist jetzt in Deutschland und Frankreich erhältlich. Die Einführung in anderen europäischen Ländern ist in den nächsten Monaten bis Anfang 2008 geplant.
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Zwei klinische Studien mit zusammen mehr als 1000 Teilnehmerinnen2, 3, die über einen Zeitraum von sechs Monaten durchgeführt wurden, haben die Wirksamkeit des Testosteronpflasters belegt. Frauen, die nach einer Totaloperation unter sexueller Lustlosigkeit litten und mit Intrinsa behandelt wurden, hatten mehr Lust auf Sex und hatten häufiger Sex als vor der Therapie. Das hat dazu geführt, dass ihre seelische Belastung sich reduziert hat. Diese Wirkung trat im Allgemeinen nach etwa einem Monat2,3 ein. 96 Prozent der Frauen, die die Studie beendeten, führten auch danach die Therapie mit dem Testosteronpflaster fort4. Intrinsa ist gut verträglich. Die Häufigkeit von Nebenwirkungen wie Akne oder Gesichtsbehaarung ist vergleichbar mit Placebo2, 3. Knapp ein Drittel der Frauen berichteten über meist leichte Hautrötungen oder -reaktionen an der Kontaktstelle des Pflasters. Diese war in weniger als 5 Prozent der Fälle so störend, dass die Therapie deswegen abgebrochen wurde. Östrogenkonzentrationen und sonstige Blutwerte veränderten sich nicht unter der Testosterontherapie.
Intrinsa ist ein dünnes, durchsichtiges Pflaster, das etwa so groß wie ein halber Handteller ist. Es wird am Unterbauch angebracht und alle drei bis vier Tage gewechselt. Das Pflaster enthält Testosteron, das identisch mit dem körpereigenen Testosteron der Frau ist und aus Pflanzen hergestellt wird. Über die Haut gibt das Pflaster eine tägliche Dosis von 300 Mikrogramm Testosteron direkt in die Blutbahn ab. Dies liegt im Bereich der Menge, die eine Frau vor der Menopause selbst produziert2. Anders als zum Beispiel bei Tabletten wird über ein Pflaster die Erstverstoff-wechselung in der Leber umgangen, was eine niedrige Dosierung erlaubt. Rezepte werden vom behandelnden Facharzt (meist dem Gynäkologen) ausgestellt.
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Weitere Informationen unter www.intrinsa.de
[ NWM ]
http://www.gesundheit1.de/de/medizin/drucken/
n-7250127-intrinsa.htm