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Nase voll? – Schluss damit!
Wie HNO-Ärzte Nasennebenhöhlen-Entzündungen behandeln.

Husten, Schnupfen, Heiserkeit: Erkältungen gehören zum Winter dazu. Wenn nach der Erkältung Kopfschmerzen, die sich beim Bücken verschlimmern, behinderte Nasenatmung, ständiger Sekretfluss oder eitrige Nasensekrete auftreten, ist die Entzündung der Nasenschleimhaut auf die Nasennebenhöhlen übergegangen. Eine akute Nasennebenhöhlen-Entzündung ist die Folge. Besteht diese länger als acht Wochen oder treten akute Beschwerden viermal jährlich oder häufiger auf, liegt eine chronische Nasennebenhöhlen-Entzündung vor. HNO-Ärzte behandeln je nach Diagnose, Ausdehnung der Krankheit, Symptomen und dem persönlichen Empfinden operativ oder konservativ.
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Mit 3-D-Diagnostik Ursache genau feststellen
Die Behandlung von Nasennebenhöhlen-Entzündungen ist immer nur so gut wie die genaue Diagnosestellung. Auf Nummer sicher gehen HNO-Fachärzte neben der Ultraschall-Diagnostik mit der Digitalen Volumen Tomographie. „DVT ist derzeit die modernste Form der Diagnostik. Wir erzeugen damit scharfe 3-D-Darstellungen der Nasennebenhöhlen, bei deutlich reduzierter Strahlenbelastung gegenüber modernen CT-Geräten. Dies erleichtert und verbessert Entscheidungen zur Operationsindikation und -planung“, erklärt Dr. Dr. Rainer Broicher, HNO-Facharzt aus Köln und Mitglied des Ärztenetzwerks HNOnet NRW. Zudem spielt auch die Allergiediagnostik eine bedeutende Rolle, denn Allergien stellen eine Ursache der chronischen Nasennebenhöhlen-Entzündungen dar.
Moderne sanfte Operation
Wen die chronische Form plagt, der kommt meist nicht an einer Operation vorbei. Nun gibt es eine sanfte Methode, die knöcherne Strukturen schont und einen guten Langzeiteffekt vorweist: die sogenannte funktionelle, endoskopische Nasennebenhöhlen-Chirurgie. „Hier werden unter weitestgehendem Erhalt der knöchernen Strukturen in der Nasennebenhöhle einengende Knochen entfernt, die den Abflussweg behindern. Zudem entfernen wir die chronisch entzündlichen Schleimhautareale, damit die Regeneration von den gesunden Gewebezellen erfolgt“, weiß Dr. Broicher, der zudem auf gute Langzeiterfolge hinweist.
Nicht-operative Möglichkeiten
Bei leichten oder auch nur vorübergehend auftretenden Formen helfen oftmals konservative, nicht-operative Methoden. Unter der Anwendung von "hohen Einlagen" verstehen Experten die Einführung getränkter, abschwellend wirkender Tupfer in die Nasennebenhöhleneingänge. Zudem gibt es moderne, nebenwirkungsarme Glukokortikoidsprays mit abschwellender Wirkung. Auch Nasenduschen oder Medikamente mit schleimlösender und entzündungshemmender Wirkung kommen bei der Therapie zum Einsatz. Bei Allergikern sollte in der Regel eine Hyposensibilisierung erfolgen. In einigen Fällen versprechen auch alternativmedizinische Verfahren wie beispielsweise die Bioresonanz-Methode Erfolg.
Weitere Informationen unter www.hnonet-nrw.de
[ EG ]
     [15.02.2011]
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