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Wirbel in Bewegung
Gleitwirbel führen allmählich zu Rückenschmerzen.

Wirbelkörper, Bandscheiben, Muskeln, Bänder und Sehnen – aus ihnen besteht die Wirbelsäule. In einer komplexen Anordnung bilden sie gemeinsam eine spezielle s-förmige Struktur, in der sich die einzelnen Elemente genau anpassen. Doch nicht immer ist die Stabilität der Wirbelsäule gegeben. „Bei dem sogenannten Wirbelgleiten – auch als Gleitwirbel bezeichnet – rutschen ein oder mehrere Wirbel aus der ursprünglichen Position“, berichtet Dr. Munther Sabarini, Neurochirurg und Gründer der Internationalen Wirbelsäulenklinik Berlin. Erst im fortgeschrittenen Stadium bemerken die Betroffenen schließlich Belastungs- und Dauerschmerzen, die sogar in andere Körperregionen ausstrahlen können.
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Schleichende Entwicklung
Angeborene Verformungen der Wirbelsäule stellen eine der wichtigsten Ursachen für das Wirbelgleiten dar. Aber auch durch natürliche Verschleißprozesse, frühzeitigen Knochenabbau oder infolge von Frakturen können an der Wirbelsäule Instabilitäten entstehen. Dabei lassen sich vier unterschiedliche Typisierungen vornehmen, die den Schweregrad der Erkrankung beschreiben. „Meist verlaufen die Übergänge von einem in den nächsten Schweregrad schleichend“, weiß Dr. Sabarini. Während in der ersten Stufe weniger als 25 Prozent Abweichung von der normalen Wirbelsäulenform vorliegen, umfasst die vierte und schwerste Stufe eine Verschiebung von über 75 Prozent.

Foto: Internationale Wirbelsäulenklinik Berlin
Schonende Behandlung für langfristigen Erfolg
Konservative Methoden reichen in vielen Fällen aus, um die Schmerzen zu lindern. „Neben der Einnahme von Medikamenten kommt dabei der Stabilisierung der Wirbelsäule ein besonderer Stellenwert zu“, berichtet Dr. Sabarini. Auch die umliegenden Muskeln, Bänder und Sehnen tragen entscheidend zur Stabilisierung bei. Deshalb erweist es sich als besonders wichtig, die umliegenden Muskelgruppen zu stärken. Mithilfe von Physiotherapie gibt es umfangreiche Möglichkeiten für ein gezieltes Training. Ebenso hilft das kurzfristige Tragen eines entsprechenden Korsetts, um das unangenehme Wirbelgleiten zu verhindern. Bei anhaltenden Beschwerden lässt sich eine dauerhafte Stabilisierung mithilfe der sogenannten Spondylodese erreichen. Dabei handelt es sich um eine Verblockung der entsprechenden Wirbelabschnitte mit Titanelementen. Während eines Eingriffes unter Vollnarkose bringen die Spezialisten erst die verschobenen Wirbelsäulengelenke wieder in ihre ursprüngliche Form. Anschließend sorgen Schrauben an den Wirbelgelenken und zusätzliche Verbindungselemente aus Titan für die nötige Stabilität. „Versteifung bedeutet aber nicht, dass die Wirbelsäule an Beweglichkeit verliert“, sagt Dr. Sabarini. Im Normalfall können Patienten fast alle Bewegungen wie gewohnt ausführen.
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Weitere Informationen unter www.spine-clinic.de
[ EG ]
     [31.12.2009]
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