
Moderne Methoden sichern Lebensqualität bei Erkrankungen.Wer am Auge erkrankt, büßt einen Großteil seiner Lebensqualität ein. Wenn Kontrastsehen und Sehstärke abnehmen und verschwommenen Seheindrücken weichen, geht auch ein großer Teil der Lebensqualität verloren. Doch die moderne Augenheilkunde entwickelt sich stetig weiter, so dass immer mehr Menschen trotz Krankheit wieder klar sehen – manchmal sogar besser als vor der Erkrankung. Aber auch die Behandlung von Fehlsichtigkeiten verbessert sich ständig.
Anzeige Schlüssellochchirurgie bei Netzhaut- und Glaskörpererkrankungen
Minimal-invasive Eingriffe stehen in der Medizin für schonende Operationen, verkürzte Operationsdauer und damit für eine geringere Belastung des Patienten. In der Augenchirurgie gibt es nun ein solches schonendes Verfahren, das bei fortgeschrittener Diabetischer Retinopathie, Netzhautablösungen und Glaskörperblutungen zum Einsatz kommt. „Mit der sogenannten Vitektomie entfernen wir den Glaskörper, also die gelartige Substanz des Auges, und ersetzen sie temporär durch gashaltige Luft oder Silikonöl. Dadurch wird die Netzhaut wieder an darunterliegende Strukturen gedrückt. Eine ergänzende Laserbehandlung verschweißt Netzhautlöcher, so wird die Netzhaut wieder ‚angeklebt‘“, erklärt Dr. Kaweh Schayan-Araghi aus der Artemis Augenklinik Frankfurt. Diese Operation führen Augenchirurgen dank kleiner Metallröhrchen nun minimal-invasiv durch. Die sogenannten Trokare sind mit einem Durchmesser von 0,7 Millimeter dünner als eine Stecknadel.
Mit Vitamin B2 Hornhaut stabilisieren Wenn sich die Hornhaut des Auges ausdünnt und vorwölbt und damit krankhaft verändert, sprechen Experten vom Keratokonus. Patienten sehen dann zunehmend unscharf und verzerrt. Zu Beginn der Erkrankung helfen spezielle formstabile Kontaktlinsen, die Symptome zu lindern. Sind diese nicht mehr ausreichend, stellt das sogenannte cross-linking eine neue vielversprechende Behandlungsmethode dar. Mit Vitamin B2 und UV-Lichtbestrahlung regen Augenärzte die Kolagenfasern der Hornhaut zur Quervernetzung an. Auf diese Weise verdichteten sich die Fasern und die Stabilität der Hornhaut erhöht sich. „Das neue Verfahren steckt noch in der Erprobungsphase. Es zeigt sich aber, dass es nebenwirkungsarm sowie wirkungsvoll ist und bei einem erheblichen Teil der Patienten sogar zu einer Abflachung der Hornhautkrümmung führt. So können wir die Erkrankung aufhalten und spätere Hornhauttransplantationen vermeiden“, beschreibt Dr. Schayan-Araghi die Vorteile für Betroffene.
![]() Bildquelle: Artemis Augenklinik Neue Linse korrigiert bis -16 Dioptrien Patienten mit sehr hohen Kurzsichtigkeiten profitieren seit kurzem von einer neuen aber dennoch bereits bewährten Kunstlinse zur Korrektur ihrer Fehlsichtigkeit. Diese wird ähnlich einer Kontaktlinse im Auge zwischen Hornhaut und Iris implantiert. Geeignet ist sie für stark kurzsichtige Menschen, bei denen zum Beispiel eine Augenlaserkorrektur nicht zum Erfolg führt. „Die neue Acrysof-Linse ist faltbar, so dass beim Einsetzen ein winziger Schnitt genügt und dieser schonend für den Patienten abläuft“, beschreibt Dr. Schayan-Araghi, der zu den wenigen Operateuren gehört, welche die Linsen bereits verwenden dürfen. „Bei der Operation können wir auf fundierte Erfahrungen zurückgreifen, da wir seit vielen Jahren vergleichbare Linsen implantieren.“ Funktionalität, Stabilität und Sehschärfenwerte der Linse wurden in einer langfristig angelegten klinischen Studie seit 1999 belegt. Vor kurzem wurde die Linse offiziell in Deutschland zur Behebung von Kurzsichtigkeiten zwischen -6 und -16 Dioptrien zugelassen. Dr. Schayan-Araghi ist überzeugt: „Die neue Kunstlinse stellt die bisher sicherste und effektivste Methode dar, um hohe Kurzsichtigkeiten zu beheben. Keine andere Linse konnte vor der Zulassung in Deutschland solche guten Langzeitergebnisse vorweisen.“
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