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Wie hoch ist Ihr Osteoporose-Risiko?
Verschiedene Faktoren beeinflussen Knochenschwund.

Osteoporoseerkrankte stellen oft erst im fortgeschrittenen Stadium – wenn bereits Brüche auftreten – fest, dass ihre Knochen nicht mehr die gewohnte Stabilität aufweisen. „Dabei lässt sich die Erkrankung mit einfachen Verfahren schnell diagnostizieren“, weiß Dr. Alexander Sigel, Facharzt für Orthopädie in der Praxisklinik Dr. Schneiderhan und Kollegen in München. „Wer aufgrund bestimmter Faktoren ein erhöhtes Risiko für Knochenschwund aufweist, sollte frühzeitig eine Knochendichtemessung beim Arzt durchführen lassen“.
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Mit den folgenden zehn Fragen lassen sich die persönlichen Ausprägungen dieser Faktoren ermitteln. Im Anschluss erhalten Sie eine Einstufung Ihres Osteoporoserisikos und Tipps, wie Sie Knochenschwund entgegenwirken können.
Nicht beeinflussbare Risikofaktoren
1. Welches Geschlecht haben Sie?
  • weiblich: 1 Punkt
  • männlich: 0 Punkte
  • 2. Haben Sie eine familiäre Vorbelastung, zum Beispiel Eltern oder Großeltern mit Osteoporose?
  • Ja: 1 Punkt
  • Nein: 0 Punkte
  • 3. Wie alt sind Sie?
  • unter 40 Jahre: 0 Punkte
  • zwischen 40 und 60 Jahre: 1 Punkt
  • über 60 Jahre: 2 Punkte
  • 4. Wenn Sie eine Frau sind: Hat Ihre Regelblutung bereits in relativ jungen Jahren aufgehört?
  • Ja: 1 Punkt
  • Nein: 0 Punkte
  • 5. Symptome: Welche der folgenden Aussagen treffen auf Sie zu? (Mehrfachnennung möglich)
  • „Ich habe ohne entsprechenden Unfall Knochenbrüche erlitten.“: 3 Punkte
  • „Ich habe unklare Schmerzen, zum Beispiel im Rücken.“: 1 Punkt
  • „Ich habe an Körpergröße verloren.“: 2 Punkte
  • Beeinflussbare Faktoren
    6. Welches Gewicht haben Sie?
  • Untergewicht: 2 Punkte
  • Normalgewicht: 0 Punkte
  • Übergewicht: 0 Punkte
  • 7. Ernährung: Welche der folgenden Aussagen treffen auf Sie zu? (Mehrfachnennung möglich)
  • „Ich ernähre mich sehr einseitig.“: 2 Punkte
  • „Ich trinke viel Kaffee oder Tee.“: 1 Punkt
  • „Ich rauche regelmäßig.“: 1 Punkt
  • 8. Leiden Sie unter einer der folgenden Allergien? (Mehrfachnennung möglich)
  • Nahrungsmittelallergien: 1 Punkt
  • Lactoseintoleranz/-allergie: 2 Punkte
  • Sonnenallergie: 2 Punkte
  • 9. Bewegung: Welche der folgenden Aussagen treffen auf Sie zu? (Mehrfachnennung möglich)
  • „Ich habe einen sitzenden Beruf.“: 1 Punkt
  • „Ich treibe nur sehr selten oder gar keinen Sport.“: 1 Punkt
  • „Regelmäßige Bewegung kommt in meinem Alltag oft zu kurz.“: 1 Punkt
  • 10. Nehmen Sie Medikamente wie Rheumamittel oder Kortison?
  • Ja: 2 Punkte
  • Nein: 0 Punkte

  • Bildquelle: Praxisklinik Dr. Schneiderhan
    Testergebnis
    Wenn Sie bei den ersten fünf Fragen 4 oder mehr Punkte oder bei allen zehn Fragen 8 oder mehr Punkte erreicht haben, empfiehlt sich eine Osteoporose-Diagnostik. Frauen und untergewichtige Menschen weisen im Allgemeinen ein höheres Osteoporose-Risiko auf – bei höherem Alter kommt ein natürlicher Knochenabbau hinzu.
    Wichtig: Diese Fragen ersetzen keinen Arztbesuch! Bei starken und anhaltenden Rückenschmerzen oder unklaren Beschwerden gilt es, einen Arzt aufzusuchen, um die Ursache abzuklären und gegebenenfalls eine Behandlung einzuleiten.
    Beste Vorbeugung: Risikofaktoren im Alltag minimieren
    „Unabhängig vom Osteoporoserisiko sollte jeder im Alltag darauf achten, die beeinflussbaren Faktoren zu minimieren“, betont Dr. Sigel. Dabei spielt ausgewogene Ernährung eine wichtige Rolle. Kalzium und Vitamin D erweisen sich beispielsweise als besonders wichtig für das Skelett. Vor allem in sonnenarmen Monaten empfiehlt sich eine ergänzende Aufnahme von Vitamin D, da die Vorstufe des Vitamins in der Haut durch Sonneneinstrahlung aktiviert wird. Ebenso beeinflusst das Sexualhormon Östrogen den Knochenaufbau. Andauernde Diäten, Untergewicht oder Rauchen senken den Hormonspiegel und erhöhen daher das Risiko für Knochenschwund. Rauchen kann zudem einen Mangel an Vitamin C hervorrufen, welches für den Knochenaufbau wichtig ist.
    „Wer Osteoporose und entsprechenden Auswirkungen auf den Körper wirksam vorbeugen möchte, sollte an ein rückenschonendes Verhalten und regelmäßige körperliche Aktivitäten im täglichen Leben denken“, rät Dr. Sigel abschließend. „Dabei gilt es aber, das richtige Maß zu finden und es mit dem Ausdauertraining nicht zu übertreiben.“
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    Weitere Informationen unter www.orthopaede.com
    [ LS ]
         [01.10.2009]
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