
Volksglaube muss nicht immer richtig sein.Schlechte Zähne vererben sich, Äpfel reinigen die Zähne und Mundwasser ist dasselbe wie eine Mundspüllösung. Ganz so einfach ist es nicht. Hier gibt’s 17 Zahnpflege-Irrtümer.
Anzeige Irrtum Nr. 1: Zähne mit kreisenden Bewegungen putzen Über Jahrzehnte haben Zahnärzte empfohlen: Die Zahnbürste immer schön im Kreis bewegen. Schonender für Zahnfleisch und Zähne ist es aber, die Bürste in einem 45-Grad-Winkel anzusetzen und immer von Rot nach Weiß zu wischen – vom Zahnfleisch zu den Zähnen. Dabei die Zahnbürste leicht rütteln. Auf diese Weise erst die Außenseite, dann die Innenseite, anschließend die Kauflächen putzen.
Irrtum Nr. 2: Fluor schützt in jedem Fall Fluor härtet den Zahnschmelz und schützt vor Karies. Doch aufgepasst: Fluorhaltige Pflegeprodukte nutzen nur, wenn Beläge auf den Zähnen stets mit Bürste, Zahnseide und Mundspüllösung entfernt werden. Der Grund: Fluor durchdringt Zahnbelag nicht.
Irrtum Nr. 3: Kaugummi reinigt die Zähne Kaugummi kauen kann Zähneputzen im Notfall ersetzen? Stimmt nicht! Denn beim Kauen werden vor allem Nischen und Zwischenräume nicht sauber. Einen positiven Effekt hat das Kaugummi dennoch, denn nach einer Mahlzeit ist der Säurelevel im Mund aus der Balance. Kauen regt dann die Speichelproduktion an, so normalisiert sich der Wert schnell.
Irrtum Nr. 4: Nur bei Zahnfleischentzündung den Mund spülen Gut: Ist das Zahnfleisch entzündet, kann eine Mundspüllösung die Heilung beschleunigen. Besser: Die Lösung täglich anwenden statt nur bei akuten Problemen. Das beugt Entzündungen vor, denn eine Mundspüllösung wie Listerine bekämpft wirksam Bakterien und bremst die Bildung von Zahnbelag.
Irrtum Nr. 5: Schlechte Zähne vererben sich Karies ist keine Sache der Veranlagung, sondern eine Infektionskrankheit. Schon Babys können sich anstecken – etwa wenn Mama den Schnuller oder Breilöffel abgeleckt hat. Pflegen Eltern ihre Zähne stets sorgfältig, können sich Kinder auch nicht infizieren und schauen sich zudem gleich das richtige Verhalten ab.
Irrtum Nr. 6: Zahnprobleme sind nicht tragisch Zähne empfindlich, Zahnfleisch mal entzündet – das ist nicht einfach nur lästig. Denn wie gesund wir im Mund sind, beeinflusst unser gesamtes Wohlbefinden: So sind zum Beispiel Herzinfarkte und Schlaganfälle bei Parodontitis-Patienten häufiger. Auch Diabetes, bestimmte Atemwegserkrankungen und sogar Fehlgeburten kommen mit Parodontitis öfter vor. Deshalb ist umfassende Mundhygiene wichtig!
Irrtum Nr. 7: Nach dem Essen Zähne putzen Zahnpflege direkt nach dem Essen ist nicht immer sinnvoll. Denn Säure, die zum Beispiel in Früchten, Säften und Salatsaucen enthalten ist, weicht den Zahnschmelz auf. Wer gleich nach dem Essen zur Bürste greift, trägt den Schmelz deshalb schnell ab. Besser: eine halbe Stunde warten!
Irrtum Nr. 8: Zu viel Hygiene schadet der Mundflora Auf Zunge und Zähnen leben nicht nur Kariesbakterien, sondern auch Mikroorganismen, die uns vor Infektionen schützen. Doch werden sie zu viele, lagern sie sich als Zahnbelag ab – Zahnfleischentzündungen und Parodontitis entwickeln sich. Gründliche Mundhygiene mit Zahnpasta, Zahnseide und einer antibakteriellen Mundspüllösung, zum Beispiel Listerine, hält die Zahl der Bakterien im Gleichgewicht. So bleibt die Mundflora intakt.
Irrtum Nr. 9: Tee ist schlecht für die Zähne Fakt ist: Schwarzer Tee kann die Zahnflächen verfärben. Dennoch haben gerade Teetrinker oft besonders gute Zähne, denn das Fluor im Tee härtet den Zahnschmelz. Die Bitterstoffe (Tannine) bremsen zudem ein Speichel-Enzym, das sonst Stärke in Zucker verwandelt und damit Karies beschleunigt.
Irrtum Nr. 10: Handzahnbürsten sind wenig wirksam Stimmt nicht immer. Denn: Die richtige Technik ist entscheidend! Richtig verwendet, ist eine herkömmliche Zahnbürste ebenso effektiv und gründlich wie eine elektrische. So oder so – entscheidend ist, die tägliche Mundhygiene um Zahnseide und Mundspüllösung (wie zum Beispiel Listerine) zu ergänzen.
Irrtum Nr. 12: Bei Milchzähnen ist Karies nicht tragisch Sind die Milchzähne geschädigt, überträgt sich Karies auf die nachfolgenden Zähne. Gute Milchzähne sind also die Grundlage dafür, dass sich gesunde bleibende Zähne entwickeln. Und lernen Kinder früh die richtige Mundhygiene, fällt sie ihnen später umso leichter.
Irrtum Nr. 13: Zwei Mal täglich Zähne putzen genügt Morgens und abends zur Zahnbürste greifen – das ist die Basis für eine gute Mundhygiene. Aber noch nicht die ganze Pflege: Die Bürste reinigt nur die Zähne und diese machen nur ein Viertel der Fläche des Mundraums aus. Richtig sauber wird der Mund erst durch die richtige Verwendung von Zahnseide und einer Mundspüllösung wie zum Beispiel Listerine. Die antibakterielle Lösung beseitigt Mikroorganismen auch in den Bereichen, die mit der Zahnbürste nicht erreicht werden.
Irrtum Nr. 14: Äpfel reinigen die Zähne Einen Apfel zu essen kann Zähneputzen im Notfall ersetzen? Im Gegenteil: Die Säuren im Apfel greifen den Zahnschmelz an und der Fruchtzucker nährt Kariesbakterien. Beim Kauen verschwinden zwar Beläge – aber nur auf den Zahnflächen, nicht am Zahnfleischsaum und in den Zwischenräumen.
Irrtum Nr. 15: Zähne stets kräftig schrubben Die Zahnbürste mit Druck im Kreis bewegen, so haben wir es gelernt. Besser ist aber, die Zähne nur mit wenig Krafteinsatz zu putzen. Wer schrubbt, scheuert den Schmelz ab. Ist die Bürste zudem zu hart, kann sie Zähne und Zahnfleisch schädigen. Komplett ist die Reinigung erst mit Zahnseide und einer Mundspüllösung wie zum Beispiel Listerine. Die antibakterielle Lösung beseitigt Mikroorganismen auch in den Bereichen, die mit der Zahnbürste nicht erreicht werden und schützt so vor Entzündungen und Parodontitis.
Irrtum Nr. 16: Einmal weniger schadet nicht Morgens ist die Zeit oft knapp – in der Eile ausnahmsweise auf Zahnseide und Mundspüllösung zu verzichten, ist dennoch nicht ratsam. Hier 3 bis 4 Minuten zu investieren, lohnt sich. Denn nur die vollständige und regelmäßige Mundhygiene beugt Entzündungen und anderen Zahnerkrankungen vor. Es hat sich als effektiv erwiesen, eine antibakterielle Mundspüllösung zu verwenden. Sie bekämpft Bakterien und hält die Mundflora im Gleichgewicht.
Irrtum Nr. 17: Jedes Kind kostet einen Zahn Dieser Volksglaube gilt nicht – wenn Schwangere ein paar Dinge beachten. Sie sollten sich ausgewogen und gesund ernähren und dürfen die gründlichen Kontrollen beim Zahnarzt nicht vergessen. Besonders wichtig ist jetzt eine gute Mundhygiene mit Zahnbürste, Zahnseide und Mundspüllösung. Grund für die besondere Aufmerksamkeit: In der hormonellen Ausnahmesituation Schwangerschaft werden Zahnfleisch und Zahnbett empfindlicher, Entzündungen drohen.
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