
Herzinfarkt bei Frauen.Laut Statistischem Bundesamt sind Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems weiterhin die Todesursache Nummer eins in Deutschland - insbesondere der Herzinfarkt. Männer erleiden öfter an einem Herzinfarkt als Frauen. Allerdings hat die Zahl der betroffenen Frauen in den letzten Jahren deutlich zugenommen.
Anzeige Frauen bekommen im Schnitt 10 bis 15 Jahre später einen Herzinfarkt, jedoch besteht eine größere Gefahr, diesen nicht zu überleben. Grund sind die unspezifischen Symptome, die einen Infarkt ankündigen. Um den Risiken von Herz-Kreislauf-Erkrankungen entgegenzuwirken, bietet die Central Krankenversicherung ihren Vollversicherten in einem Pilotprojekt einen besonderen Service: das Früherkennungs- und Vorsorgeprogramm „Gesund durchs Leben“. Wenn bei dem Gesundheitscheck ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen festgestellt wird, steht dem Vollversicherten für ein Jahr ein persönlicher Gesundheitscoach (per Telefon und SMS) zur Verfügung.
Ein Mann fasst sich plötzlich mit schmerzverzerrtem Gesicht an die Brust und den linken Arm. Dann bricht er zusammen. Diagnose: Herzinfarkt. Aber nicht immer läuft ein Herzinfarkt nach diesem Muster ab. Bei Frauen kündigt sich der Infarkt durch übliche Krankheitserscheinungen an. Dazu zählen eine unerklärliche Müdigkeit, Kopfschmerzen, Übelkeit, Atemnot, Herzklopfen und Herzrasen oder kurzzeitige Ohnmacht. Zwei von drei Frauen, die einen so genannten Eva-Infarkt bekommen, bringen ihre Beschwerden nicht mit der tatsächlichen Ursache in Verbindung. Sie deuten die Symptome häufig als Infekt, als Magenverstimmung oder als Verspannung.
Das kann gerade bei Patientinnen, bei denen weitere Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Übergewicht, Bluthochdruck oder Diabetes hinzukommen, zum Verhängnis werden. Bei Frauen liegt das Risiko, einen Herzinfarkt nicht zu überleben, um ein Drittel höher als bei Männern. Denn oft verstreicht wertvolle Zeit, bevor sie eine adäquate medizinische Versorgung erhalten. Doch gerade beim Herzinfarkt zählt jede Minute. Während bei Männern vom Auftreten der Symptome bis zur Einlieferung ins Krankenhaus im Durchschnitt 76 Minuten vergehen, sind es bei Frauen durchschnittlich 90 Minuten.
Um einen möglichen Herzinfarkt rechtzeitig zu erkennen, gibt es die NAN-Regel. NAN steht für Nase-Arm-Nabel. Nach dieser Regel sind alle plötzlich auftretenden Beschwerden in der Region zwischen Nasenspitze, Arm und Nabel, die länger als 15 Minuten anhalten, verdächtig. In diesem Fall sollten Betroffene nicht zögern zum Arzt zu gehen.
Damit die Gefahr eingedämmt wird, bietet die Central Krankenversicherung ihren Versicherten das Präventionsprogramm „Gesund durchs Leben“. Das kostenlose Pilotprojekt beginnt mit dem Versand von Untersuchungsbögen mit Gesundheitsfragen an die Vollversicherten. Darin werden unter anderem persönliche Angaben zum Ernährungs-, Bewegungs-, Stress- und Rauchverhalten sowie medizinische Werte wie Blutdruck- und Blutfettwerte erfragt. Anschließend bekommen die Versicherten einen ausführlichen Ergebnisbericht mit individuellen Empfehlungen. Ist das Risiko für eine Herz-Kreislauf- Erkrankung oder Diabetes erhöht, erhält der Versicherte eine Einladung zu einem telefonischen Coachingprogramm.
Der Gesundheitscoach führt den Teilnehmer durch ein individuell ausgerichtetes Programm. Er motiviert den Versicherten insbesondere einen bisher eher ungesunden Lebensstil langfristig zu ändern. In regelmäßigen telefonischen Beratungsgesprächen werden gemeinsam Ziele in den Bereichen Bewegung, Ernährung, Stressreduktion und Selbstkontrolle vereinbart und überprüft. Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer individuelle Gesundheitsberichte sowie schriftliche Schulungsmaterialien.
Maßnahmen des Gesundheitscoaches im Überblick:
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