
Zur Amalgamsanierung gehört die Entgiftung des gesamten Körpers.Amalgam-Füllungen stehen schon seit Langem in der Kritik. Obwohl die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus ein nicht zu unterschätzendes Gesundheitsrisiko darstellen, tragen Millionen Patienten das quecksilberhaltige Material bereits im Mund und immer noch kommt der Stoff zum Einsatz. Deshalb entscheiden sich viele Menschen, ihre Amalgamfüllungen durch andere Materialien zu ersetzen. „Bei einer gründlichen Amalgamsanierung reicht der Austausch der schädlichen Füllungen jedoch nicht aus“, berichtet Dr. Andreas Voigt, Facharzt für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie und Leiter der Privatklinik Dr. Andreas Voigt. Auch die Ausleitung des bereits im Körper gespeicherten Quecksilbers gehört zu den dringend notwendigen Maßnahmen.
Anzeige Preiswerte Füllung mit gefährlichen Nebenwirkungen Schon seit dem 19. Jahrhundert verwenden Zahnärzte Amalgam als Füllungsmaterial im Mund. Da es sich einfach verwenden lässt und keine hohen Materialkosten entstehen, tragen Krankenkassen die vollen Kosten bei der Verwendung von Amalgam. Bei anderen Materialien wie Gold oder Keramik übernehmen sie diese jedoch nur anteilig. Allerdings gilt Amalgam als nicht ganz ungefährlich: Zu 50 Prozent besteht das beliebte Material aus reinem Quecksilber, einem hochgiftigen flüssigen Schwermetall. Insbesondere während des Einsetzens oder Ausbohrens atmen Arzt und Patient giftige Dämpfe ein. Auch wenn sich der Stoff bereits im Mund befindet, setzen sich kleine Mengen Quecksilber frei. Bei einer Einlagerung im Körper wirkt das Schwermetall vor allem auf das zentrale Nervensystem sowie auf die Nieren. Zu den Folgen gehört eine Vielzahl neurologischer und organischer Erkrankungen bis hin zu Autoimmunerkrankungen. Chronische Gelenkprobleme, Muskelschmerzen, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen oder Zahnfleischentzündungen deuten möglicherweise auf eine Vergiftung durch das Schwermetall hin.
![]() Foto: Privatklinik Dr. Andreas Voigt Ausleitung aus dem Körper Aus Angst vor gesundheitlichen Folgen entscheiden sich viele Menschen, bereits vorhandenes Amalgam aus dem Mund zu entfernen. Mit besonderen Sicherheitsvorkehrungen lässt sich dabei die Gefährdung durch giftige Dämpfe verringern: „Mit einem speziellen Clean-up-Sauger, Spezialfräsen sowie separater Sauerstoffzufuhr über eine Nasensonde können die giftigen Dämpfe weitgehend abgefangen werden“, berichtet Dr. Voigt. Zur Wiederherstellung der Zähne bieten sich vor allem Keramikfüllungen an, die sich als besonders langlebig und komfortabel erweisen. Vor dem Einsetzen passt der Zahnarzt diese metallfreien Inlays, Kronen oder Brücken jeweils an die individuelle Zahnlücke an, wodurch ein größerer zeitlicher Aufwand entsteht. Daneben gehört zur umfassenden Amalgamsanierung auch die Ausleitung der im Körper vorhandenen Quecksilberablagerungen. Wenn möglich kommen hier Medikamente mit natürlichen Bestandteilen aus Algen, Knoblauch oder Koriander zum Einsatz, die das Gift aus dem Körper schwemmen.
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