
CHIVA-Methode erhält wichtige Venen.Langzeitstudien belegten: Mithilfe der CHIVA-Methode lassen sich Krampfadern nebenwirkungsfrei zurückbilden, ohne die erkrankten Venen zu entfernen*. Dr. med. Erika Mendoza, Leiterin der Venenpraxis Wunstorf bei Hannover und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für CHIVA, wendet das Verfahren seit Jahren erfolgreich an. Um genauer zu belegen, dass es nach der Therapie zu einer Entlastung der Abflusswege kommt, führte sie gemeinsam mit ihrer Kollegin Dr. Vera Berger, Internistin und Kardiologin aus Hamburg, eine weitere qualitative Analyse durch – mit eindeutigem Ergebnis: Im Vergleich zum herkömmlichen Stripping erzielt CHIVA nicht nur eine hervorragende Wirkung, sondern schont auch Patienten enorm.
Anzeige Ethik im Blickpunkt Zur Methode: Die Medizinerin trennt und verschließt gezielt den Ursprung der Krampfader, ohne diese selbst zu entfernen. Auf diese Weise findet ein Rückfluss des Blutes in den ursprünglichen Kreislauf und eine Reduktion der Vene auf eine normale Größe statt. Neben der hohen Effizienz des Verfahrens betont Dr. Vera Berger einen bedeutenden Aspekt: „Durch CHIVA bleiben alle Venen erhalten. Anders beim Stripping: Hier kommt es zur vollständigen Entfernung der Vene.“ Als Kardiologin weiß sie um die Wichtigkeit von Venen bei Herzerkrankungen: „Benötigen Patienten etwa Bypassoperationen, können wir selbst zuvor geschädigte Beinvenen benutzen, auch wenn sie nicht zur ersten Wahl gehören. Vor allem bei drei oder mehr Bypässen oder einer weiteren OP zu einem späteren Zeitpunkt.“ Äußerst besorgt zeigt sich die Spezialistin also, wenn zuvor ein Stripping erfolgte und somit weniger „Material“ zur Verfügung steht. Bei der konservativen CHIVA-Methode entstehen solche Risken hingegen nicht.
Im „Schongang“ zu gesunden Beinen Um neben ethischen Vorteilen auch einen physiologischen Erfolg aufzuzeigen, erfasste Dr. Mendoza gemeinsam mit Dr. Berger von April 2002 bis April 2005 Messwerte von insgesamt 693 mit CHIVA behandelten Patienten. Bei dieser Versuchsgruppe verzeichneten die Ärztinnen eine signifikante Rückbildung des Venenvolumens. Selbst tiefe, von Krampfadern überlastete Beinvenen weisen nach dem Eingriff einen durchschnittlichen, gesunden Durchmesser auf „Uns lag sehr daran, anschaulich nachzuweisen, wie effektiv die Anwendung nicht nur das oberflächliche, sondern auch das tiefe Venensystem zu entlasten vermag“, erklärt Dr. Mendoza.
![]() Foto: Venenpraxis Wunstorf Hierzu erfolgte eine Untersuchung nicht nur der oberflächlichen Beinvenen, sondern auch der sogenannten Vena femoralis communis. Deren Durchmesser erfassten die Spezialistinnen vor und nach der Behandlung per Duplexultraschall. „Aus Forschung und Erfahrung wissen wir, dass Behandlungserfolge anders als beim klassischen Stripping selbst nach zehn Jahren bestehen.“ Überlastungen der Venensysteme lassen sich durch die neue Untersuchung ausschließen. „Wir fanden hierfür keinerlei Anhaltspunkte. Schließlich sorgt das Verfahren dafür, dass das Blut seinen Weg durch die hierfür ohnehin angelegten Venen nehmen muss“, unterstreicht Dr. Mendoza. Als ergänzenden Kritikpunkt nennt die Expertin die mangelnde Aufklärung: „Wir wünschen uns eine umfassende Beratung auch über konservative Anwendungen, die nicht nur hohe Effizienz garantieren, sondern auch ethische Aspekte nicht außer Acht lassen. Durch die neue Untersuchung zeigt sich einmal mehr, dass sich beides vereinbaren lässt.“ Als Venenspezialistin empfiehlt sie Patienten deshalb, sich im Vorfeld einer Behandlung genau zu informieren. Auskünfte erteilt diesbezüglich auch die Deutsche Gesellschaft für CHIVA.
*Studie: Stripping versus Haemodynamic Correction [CHIVA] – A long term randomised trial, 01.Juli 2006, Chef Prof. P. Zamboni, University of Ferrara – Department of Surgery Vascular Diseases Center. Diskutiere zu diesem Thema in unserem Forum. Weitere Informationen unter www.venenpraxis-wunstdorf.de [ LS ] |