
62 % der Deutschen kennen nicht den Zusammenhang zwischen Gerüchen und Schmerz / Bezug wissenschaftlich belegt.Gerüche können Schmerzen hervorrufen und das Schmerzempfinden beeinflussen, aber die Mehrheit der Deutschen weiß das nicht. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Spalt-Schmerz-Report. Im Auftrag von Whitehall-Much, dem Hersteller der Spalt-Schmerzmittel, befragte das Marktforschungsinstitut TNS Healthcare 1.500 Personen in der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren.
Anzeige Bei der Frage: „Können Ihrer Meinung nach Gerüche oder Geschmack Schmerzen auslösen?“ kannten 62 % der Deutschen den Zusammenhang nicht. Es zeigten sich zudem geschlechts- und altersspezifische Unterschiede: Mit 41 % glaubten Frauen deutlich häufiger als Männer (35 %), dass Gerüche und Geschmack Schmerzen auslösen können. Dieser Einschätzung steht die Wissenschaft gegenüber, die in zahlreichen Studien sehr wohl einen Bezug belegt.
Fragestellungen rund um den Schmerz sind Thema des Spalt-Schmerz-Reports, der dreimal jährlich erscheint. TNS Healthcare führte dazu über 1.500 Interviews in der Bevölkerung ab 14 Jahren in Deutschland durch. Der Hersteller der Spalt-Schmerzmittel, Whitehall-Much, beauftragte dazu das Marktforschungsinstitut. Können Ihrer Meinung nach Gerüche oder Geschmack Schmerzen auslösen? So lautete die Frage, die TNS-Healthcare stellte. Knapp zwei Drittel der Deutschen (62 %) sahen hierin keinen Zusammenhang. Nur 38 % der Befragten antworteten mit „ja“. 58 % der Befragten verneinten dies und 4 % machten gar keine Angaben. Im Vergleich zu den Männern waren Frauen deutlich häufiger der Meinung, dass Gerüche und Geschmack eine schmerzauslösende Wirkung haben (41 % vs. 35 %). Bei der Altersgruppe 55+ antworteten nur 31 % mit „ja“. Im Gegensatz zu dieser weitgehend verbreiteten Meinung zeigen viele Studien, dass Düfte Schmerzen auslösen und das Schmerzempfinden beeinflussen können.
Gerüche als Auslöser von Schmerz Bestimmte Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln wie Tyramin, Histamin und Beta-Phenyläthylamin können zusammen mit anderen Faktoren eine Migräneattacke auslösen. Diese Tatsache ist vielen Migränepatienten bewusst. Weniger bekannt ist, dass auch Düfte Schmerzen verursachen können, was viele wissenschaftliche Studien belegen. So hat das Kopfschmerz-Zentrum in Atlanta bei einer Befragung von 1.207 Kopfschmerzpatienten herausgefunden, dass in 43,7 % der Fälle Parfum oder Düfte Auslöser (Trigger) einer Migräne waren.
Der Frage, warum bestimmte Trigger Migräne verursachen, gingen Wissenschaftler der Harvard Medical School in Boston, Massachusetts nach. Offenbar aktivieren Trigger einige Gehirnareale, die ihrerseits Nervenzellen anregen. Dadurch erweitern sich die Gefäße und Entzündungsmoleküle werden freigesetzt.
Das Problem hierbei ist, dass man sich Düften fast nicht entziehen kann. Denn Düfte sind allgegenwärtig, ob als Brötchengeruch beim Bäcker, als Duftstoffe in Waschmitteln oder in Verkaufsräumen, die durch Aromasäulen oder Duftterminals beduftet werden. Auch die Heidelberger Schmerzexpertin Dr. Birgit Zöller hat in ihrer Praxis oft mit Patienten zu tun, bei denen Düfte zu Migräne oder Spannungskopfschmerzen führten. „Das ist ein ganz großes Thema“, so die Fachärztin für Anästhesie. „Viele Menschen leiden darunter.“
Sie weist darauf hin, dass auch der Clusterkopfschmerz unter dem etwa ein Prozent der Deutschen leiden, durch Gerüche ausgelöst werden kann. Die Bezeichnung Cluster bezieht sich auf die Eigenart dieser Kopfschmerzform, periodisch stark gehäuft aufzutreten, während sich dann für Monate bis Jahre beschwerdefreie Intervalle anschließen können. Daher auch die englische Bezeichnung „cluster“ für Haufen. Nach einer Studie der Clusterkopfschmerz-Selbsthilfe-Gruppe (CSG) sind in 28 % aller Fälle Gerüche Auslöser.
![]() ![]() Grafik: Spalt Schmerz-Report Düfte verstärken Schmerzempfinden Um den Einfluss von Gerüchen auf das menschliche Schmerzempfinden zu untersuchen, erzeugten Wissenschaftler der Middlesex University, London, in einer Studie bei 60 gesunden Männern und Frauen experimentellen Schmerz mit dem sogenannten cold-pressor-test. Bei diesem Test wird Schmerz ausgelöst, indem man die Hand in kaltes Wasser taucht. Die Versuchspersonen wurden entweder einem angenehmen Duft (Zitrone), einem unangenehmen (Maschinenöl) oder gar keinem Duft ausgesetzt. Es zeigte sich, dass die Personen, die mit dem angenehmen und unangenehmen Geruch konfrontiert wurden, stärkeren Schmerz empfanden, als diejenigen, die keinem Duft ausgesetzt waren. Eine mögliche Erklärung ist nach Ansicht der Wissenschaftler, dass durch die Gerüche die Aufmerksamkeit erhöht wurde und die Versuchspersonen den Schmerz dadurch stärker wahrnahmen.
Offenbar können sich die Geruchsnervenbahnen mit den Schmerzbahnen im Sinne einer Synästhesie kreuzen. Das bedeutet, dass der Schmerzsinn mitempfindet, wenn der Duftsinn aktiviert wird. Dies belegt eine niederländische Studie anhand einer Magnetresonanz-Untersuchung: Die Schmerzen im rechten Ellenbogen, im Handgelenk und in den Fingern verstärkten sich, wenn der Proband unangenehmen Gerüchen ausgesetzt war.
Süße Gerüche helfen, den Schmerz länger zu ertragen Süße Düfte hingegen lassen Patienten den Schmerz länger aushalten. Dies ist das Fazit einer Studie der James Cook University in Cairns (Australien) an 100 Versuchspersonen, die ebenfalls mit dem cold-pressor-test durchgeführt wurde. Vermutlich wird der Geruch von Süßem mit süßen Speisen assoziiert, die eine schmerzlindernde Wirkung haben können.
Was tun, wenn der Schmerz kommt? Auch wenn noch viele Zusammenhänge durch die Wissenschaft zu klären sind, so ist doch klar, dass Gerüche neben anderen Faktoren häufig ein Auslöser für Kopfschmerzattacken sind. Zöller empfiehlt, ein Kopfschmerztagebuch zu führen, um herauszufinden, bei welchen Anlässen Schmerzen auftreten oder stärker werden.
„Jeder sollte seine Trigger kennen und wenn möglich vermeiden.“ Wichtig ist laut Zöller, die Schmerzen nicht auszuhalten, sondern sie umgehend zu therapieren. Denn wird der Schmerz nicht effektiv gelindert, kann er chronisch werden.
Und: Gegen jeden Schmerz gibt es ein wirksames Medikament. Der Besuch beim Arzt steht jedoch idealerweise am Anfang der Therapie. Eine gesunde Lebensführung, Sport und Entspannungstechniken können außerdem zum Wohlbefinden beitragen.
Wer ist Spalt? Die Spalt Schmerztabletten sind seit 75 Jahren bewährt und neun von zehn Erwachsenen ein Begriff. Der Hersteller, die Whitehall-Much GmbH, ist eine Tochter des weltweit tätigen Phamaunternehmens Wyeth mit Hauptsitz in den USA. Die Marke Spalt verbindet Tradition und Innovation in ihrem Produktportfolio: Neben Klassikern wie der bewährten Spalt Schmerztablette mit der unverwechselbaren Kerbe wurden innovative Flüssigkapseln mit patentierter Technologie entwickelt. Weitere Informationen unter www.spalt-online.de. Hier gibt es auch ein Kopfschmerztagebuch.
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