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Bluthochdruck
Fünf Expertentipps, die Leben retten können.

Die meisten Krankheiten verursachen Schmerzen und deshalb geht man dann zum Arzt. Anders beim Bluthochdruck: Obwohl extrem gefährlich, weil er direkt zu Herzinfarkt, Schlaganfall und Nierenerkrankungen führen kann, macht er die ersten Jahren keine Beschwerden.
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Im Gegenteil: Viele Betroffene fühlen sich sogar besonders agil und kommen morgens rasch aus dem Bett. Sie fühlen sich gesund. Erst nach längerer Zeit stellen sich Anzeichen wie Kopfschmerzen, Herzrasen, Kurzatmigkeit und Leistungsabfall ein. Übrigens kann auch Nasenbluten ein Indiz für den „lautlosen Killer“ sein.
Regelmäßige Blutdruckkontrolle deckt Blutdruck jedoch bereits im Anfangsstadium auf. Als Grenzwert gilt für den oberen, systolischen Druck 140 mm Hg, für den unteren, diastolischen 90 mm Hg. Werden diese Grenzwerte mehrmals überschritten, so sollte man unbedingt zum Arzt gehen, so der Rat von Prof. Dr. Peter Trenkwalder. Der Kardiologe ist Ärztlicher Direktor und Chefarzt der medizinischen Klinik an der Kreisklinik Starnberg und forscht seit langem zum Thema Bluthochdruck.
Dabei sind die Ursachen der Volkskrankheit, von der etwa jeder vierte Bundesbürger betroffen ist, ganz verschieden. Bluthochdruck kann genetisch bedingt sein, er kann also „in der Familie liegen“, durch Nierenschwäche oder einen Hormon produzierenden Tumor ausgelöst werden. Meist lässt sich die exakte Ursache jedoch nicht feststellen. Sicher ist aber, dass ein ungesunder Lebenswandel mit zu hoher Kalorienzufuhr, Alkohol, Rauchen und Bewegungsmangel eine große Rolle spielt.
Prof. Trenkwalder gibt deshalb folgende Tipps, um Bluthochdruck möglichst zu vermeiden:
  • 1. Falls Sie übergewichtig sind, nehmen Sie bitte ab.
  • 2. Reduzieren Sie Salzverbrauch und Alkoholkonsum so weit es geht. Falls Sie rauchen: Schränken Sie es zumindest ein und versuchen Sie dann auf Dauer, es ganz einzustellen.
  • 3. Bewegen Sie sich, am besten drei- bis viermal pro Woche mit Ausdauersport wie Radfahren, Schwimmen, Nordic Walken oder Joggen.
  • 4. Fragen Sie in Ihrer Familie nach: Wenn ein direkter Verwandter Bluthochdruck hat, sollten Sie Ihren Blutdruck regelmäßig messen, um eine Erhöhung möglichst frühzeitig zu erkennen.
  • 5. Falls Sie öfters unter Stress stehen: Lernen Sie, sich gezielt zu entspannen, z. B. mit autogenem Training, Atemübungen, Yoga usw.
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    Weitere Informationen unter www.ggip.info
    [ LS ]
         [18.11.2008]
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