
Oft unerkannt: Lipödem.Wenn Frauen Blusen und Jacken in Größe 38 tragen, bei Hosen und Röcken aber bei Konfektionsgröße 44 landen, könnten das Anzeichen für ein Lipödem sein.
Anzeige Modebranche und Werbung haben XL-Frauen als "wirtschaftlich interessant" identifiziert, die selbstbewusst zu ihren Rundungen stehen. Die meisten kämpfen jedoch mit ihrer Körperfülle und den unterschiedlichsten Diäten - und sind damit nicht glücklich.
Wenn Gesicht, Oberkörper und Taille schlank, Hüften, Po und Oberschenkel dagegen überproportional ausladend zum Oberkörper erscheinen, kann ein Lipödem (krankhafte Fettverteilungsstörung) die Ursache sein.
Die Erkrankung ist wenig bekannt, chronisch und wird meistens ererbt. Oft treten die Fettpolster gegen Ende der Pubertät oder während der Schwangerschaft an den Oberschenkeln auf. Die Haut spannt, ist überempfindlich und bei geringen Anlässen bilden sich blaue Flecken. Wenn sich Frauen dann eine strenge Diät verordnen, zeigen sich die "Problemzonen" Beine und Hüften nahezu unbeeindruckt davon, während der Oberkörper und das Gesicht noch schmaler werden. Aufschluss, ob ein Lipödem oder bloße Ernährungsfehler vorliegen, gibt z.B. der Besuch bei einem Phlebologen.
![]() Foto: obs / medi GmbH 6 Co. KG Um ein Lipödem zu therapieren, muss nicht gleich über eine Fettabsaugung nachgedacht werden. Täglich medizinische Kompressionsstrümpfe tragen (z. B. mediven 550) kann helfen. Durch die Massage- und Tiefenwirkung des Strumpfes wird der Stoffwechsel aktiviert. Die kompressive Wirkung hindert das Lipödem an einer weiteren Ausdehnung. Der Strumpf entfaltet in Bewegung erst richtig seinen Arbeitsdruck und sollte daher auch beim Sport getragen werden.
Medizinische Kompressionsstrümpfe können bei Notwendigkeit vom Arzt verordnet werden und sind im medizinischen Fachhandel erhältlich. Einen Großteil der Kosten übernimmt die Krankenkasse.
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