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Licht gegen Mann im Ohr
Neue Hoffnung für Tinnitus-Patienten.

14 Millionen Deutsche leiden an Hörproblemen: Tinnitus (Ohrgeräusch), Schwerhörigkeit, Geräuschüberempfindlichkeit, Druck im Ohr und Schwindel/Morbus Menière. Ursache für die zunehmende Zahl von Gehörkranken ist die wachsende „akustische Umweltverschmutzung“, also ein in Summe ständig zunehmender Lärmpegel, sagen Fachleute. Viele der Patienten mit Hörproblemen mussten sich bisher ihr Leben lang mit den oft chronischen Gehörproblemen abfinden. Die Behandlung ist schwierig. Zu den Erfolg versprechendsten neuen Therapiekonzepten gehört die Low Level Laser-Therapie. Das ist die Intensiv-Bestrahlung des Innenohrs mit speziell dosiertem, kalten Laserlicht – entwickelt wurde die zukunftsweisende Behandlung im niederbayerischen Bad Füssing.
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„Eine Studie mit über 5000 Patienten hat gezeigt, dass hoch dosiertes kaltes Laserlicht sowohl gegen Tinnitus, Hörüberempfindlichkeit, Druck im Ohr, Schwindel und Morbus Menière wie auch in Fällen von Hörverlust oft verblüffende Besserung bringt“, sagt Dr. Lutz Wilden, Vorsitzender des Arbeitskreises „Das gesunde Ohr“, dessen Arbeitsgemeinschaft die Studie seit mehr als fünf Jahren begleitet. Selbst bei chronischen und austherapierten Tinnitus-Patienten wurde der Untersuchung zufolge nach einer Low Level Laser-Behandlung eine durchschnittliche Hörverbesserung um 20 Prozent erzielt. Bei jüngeren Patienten und Kindern war zum Teil ein Anstieg der Hörfähigkeit um bis zu 25 Dezibel oder 50 Prozent messbar.
Beim 12. Internationalen Kongress der Europäischen Medizinischen Lasergesellschaft (EMLA) und des Weltverbands für Laser Therapie (WALT) wurde die neue Therapie aus Niederbayern zusammen mit einem von ihm spezifisch dafür entwickelten, mobilen Innenohrlaser von Dr. Wilden den Experten aus ganz Europa präsentiert. Die Ergebnisse der Studie bestätigen, dass die Kombination aus seiner zunächst vom Arzt durchgeführten hoch dosierten Lasertherapie und einer folgenden Selbstbehandlung durch mobile Lasergeräten zu einer stetigen, mess- und wahrnehmbare Verbesserung selbst schwerwiegendster Beschwerden im Innenohr führen, sagte Dr. Wilden in seinem Vortrag.

Foto: Arbeitkreis „Das gesunde Ohr“
Die Präsentation der deutschen Forschungsarbeit und der Studienergebnisse aus Bad Füssing mit dem Titel „Die biologische Reagibilität des Innenohrorgans auf die hoch dosierte Low Level Laser-Therapie“ hatte bereits vor der Präsentation in Prag bei Medizinerkongressen in Europa und in den USA für Aufsehen gesorgt. Nach dem bisherigen Stand der wissenschaftlichen Forschung regt das verdichtete Licht der Low Level Laser mit Wellenlängen zwischen 630 und 830 nm die Produktion von Adenosin-Triphosphat (ATP) an. Bestimmte Zellen im Innenohr nutzen das Laserlicht offensichtlich wie Sonnenkollektoren, um verstärkt ATP zu produzieren. „Dies ist offensichtlich der Schlüssel für die natürliche und beschleunigte, heilende Regenerierung der Gehörzellen“, sagt Dr. Wilden. „Diese Fähigkeit zur Selbstreparatur behalten die Zellen ein Leben lang.“
Zur vorbeugenden Vermeidung von Hörproblemen und zum Schutz vor wachsendem Umweltlärm empfiehlt die Arbeitsgemeinschaft darüber hinaus ein ebenso einfaches wie wirkungsvolles Mittel: So oft wie möglich passende Ohrstöpsel benutzen. Das sei eine Wohltat für die Ohren - und oft auch für die Nerven.
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Weitere Informationen unter www.dasgesundeohr.de.
[ LS ]
     [09.10.2008]
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