
Eine Klinik hilft unfreiwillig kinderlosen Paaren, ihre Zweisamkeit neu zu entdecken.Am Anfang gingen Sabine und Heiner das Thema noch völlig entspannt an: Als sie sich entschlossen, eine Familie zu gründen, waren sie schon lange ein Paar und seit zwei Jahren verheiratet. Doch Sabine wurde und wurde nicht schwanger. Nach einem Jahr vergeblicher Versuche dann die Diagnose: Endometriose - eine chronische Wucherung der Gebärmutterschleimhaut. Ohne medizinische Hilfe würde Sabine vermutlich nicht schwanger werden.
Anzeige 15 Prozent aller deutschen Paare bleiben ungewollt kinderlos. Zu 40 Prozent liegt es an der Frau, zu 40 Prozent am Mann. Bei den übrigen 20 Prozent liegt es entweder an beiden oder es gibt keine erkennbare Ursache. Für alle aber gilt: Das Ausbleiben einer Schwangerschaft und der Versuch, sie mit allen Mitteln herbeizuführen, ist eine enorme Belastung für die Beziehung. Viele setzen ihre Hoffnung in hormonelle Behandlungen und In-vitro-Befruchtungen, doch auch hier bleibt der Erfolg oft aus. "Das ständige Auf und Ab zwischen Hoffnung, Enttäuschung, erneuter Zuversicht und dann doch wieder Niedergeschlagenheit ist schlimm für die Paare", sagt Dr. Andreas Schmidt, Psychologe an der psychosomatischen Rehabilitationsklinik in Stadtlengsfeld. Der Stress, der dabei entstehe, verringere wiederum zusätzlich die Chance, schwanger zu werden - ein Teufelskreis.
Um ihn zu durchbrechen, bietet die romantisch in der Rhön gelegene Klinik die "PaarPlus"-Woche an, in der Paare wie Heiner und Sabine lernen, Abstand zum Thema zu gewinnen - und zu unbeschwerter Zweisamkeit zurückzufinden.
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