
Handy-Ortung beschleunigt Erstversorgung.Vorläufige Zahlen des Statistischen Bundesamtes belegen den Rückgang von Verkehrstoten und -verletzten im Jahr 2006. Der neue Dienst LifeService mit Handy-Ortung der Björn Steiger Stiftung hilft, Rettungszeit zu verkürzen und ermöglicht so eine schnelle Lebensrettung.
Anzeige Laut aktuellen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Verkehrstoten in Deutschland so niedrig wie nie zuvor. Auch gab es 2006 weniger Verletzte im Straßenverkehr als im Vorjahr. Dazu beigetragen haben eine Vielzahl technischer, logistischer und politischer Aktivitäten der Björn Steiger Stiftung, die in den letzten vier Jahrzehnten die Notfallversorgung in Deutschland verbessert haben. Jetzt unterstützt die neue Initiative LifeService die mobile Notfallkommunikation, wie die Ortung von Handys, und kann so die Erstversorgung am Unfallort beschleunigen.
"Dass sich die günstige Entwicklung der letzten Jahre bei der Zahl der Verkehrstoten in Deutschland auch 2006 weiter fortgesetzt hat, zeigt, dass unser Engagement rund um die Notfallversorgung in Deutschland Früchte trägt", sagt Pierre-Enric Steiger von der Björn Steiger Stiftung. "Seit 37 Jahren unterstützen wir die Arbeit der Rettungsdienste in Deutschland. Mit unserer neuen Initiative LifeService können wir die Rettungszeit verkürzen, indem wir die kostenlose Registrierung und Lokalisierung über Handy von Menschen in Not anbieten."
Nach den heute veröffentlichten vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes wurden 2006 auf Deutschlands Straßen rund 5.000 Personen getötet und über 420.000 verletzt. Das bedeutet fünf Prozent weniger Tote und rund drei Prozent weniger Verletzte im deutschen Straßenverkehr als im Vorjahr. Die Zahl der Todesopfer ist laut Statistischem Bundesamt so niedrig wie nie zuvor seit Wiedereinführung der Straßenunfallstatistik im Jahr 1953.
"Trotzdem sterben in Deutschland immer noch durchschnittlich 14 Menschen täglich bei Unfällen im Straßenverkehr", sagt Pierre-Enric Steiger. "Das liegt nicht zuletzt daran, dass es aufgrund von falscher Ortsangaben in manchen Fällen unnötig lange dauert, bis ein Unfallopfer gefunden und erreicht wird." Der neuen Dienst LifeService der Stiftung kann dazu beitragen, die Notrufabfragezeit erheblich zu verkürzen. Basis dafür ist eine softwaregestützte Plattform zur Handy-Ortung. LifeService nutzt dabei sowohl die satellitengesteuerte GPS-Technologie als auch die Funkzellentechnik des Mobilfunks. Im Notfall können die Notrufzentralen mit Hilfe der Ortungsplattform der Björn Steiger Stiftung Verunglückte über ihr Handy finden und sorgen so durch die umgehende Alarmierung von Rettungskräften für eine schnellere Erstversorgung am Unfallort. LifeService funktioniert über den Notruf 112. Für den kostenfreien Dienst sollte man sich bei der Björn Steiger Stiftung unter der Rufnummer 0800/1011599 registrieren lassen.
LifeService ist eine von vielen lebensrettenden Initiativen, mit welchen die Stiftung seit 1969 die Notfallversorgung in Deutschland kontinuierlich verbessert hat. Dazu gehören auch die Notruftelefone, die Luftrettung und der Baby-Notarztwagen.
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