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Loperamid ist Rauschgift?
Apotheker warnen vor Missbrauch des Durchfallmittels Loperamid.

Der Wirkstoff ist chemisch mit starken Schmerzmitteln verwandt, die bei nicht sachgerechter Anwendung Sucht auslösen können. Wird Loperamid allerdings bestimmungsgemäß, zum Beispiel als Tablette oder Kapsel gegen Durchfall eingenommen, ist es unbedenklich. Es kann die Schranke zwischen Blut und Gehirn nicht überwinden. Loperamid kann seine Wirkung im Gehirn nur entfalten, wenn es mit bestimmten verschreibungspflichtigen Herzmedikamenten oder Psychopharmaka kombiniert wird. Wird es so in missbräuchlicher Absicht angewendet, kann dies zu unkontrollierbaren Rauschzuständen mit Übelkeit und großem Suchtpotential führen. Bestimmungsgemäß als Durchfallmittel eingenommen, sind weder Rauschzustände noch eine Abhängigkeit zu befürchten.
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Quelle: Abda
"Apothekern ist der zunehmende Konsum, gerade von Kunden aus der Drogenszene, aufgefallen. Dies zeigt, wie wichtig die Apothekenpflicht ist. Könnte man Arzneimittel beispielsweise an der Tankstelle kaufen, bliebe der Missbrauch unentdeckt" sagte Magdalene Linz, Präsidentin der Bundesapothekerkammer. "Zu den Aufgaben der Apotheker gehört es, auf einen möglichen Arzneimittelmissbrauch zu achten und ihm in geeigneter Weise entgegenzuwirken. Im Zweifelsfall werden sie unter anderem die Abgabe verweigern sowie Verdachtsmomente an die zuständigen Stellen im Rahmen des Stufenplanes melden."
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Weitere Informationen unter www.abda.de
[ LP ]
     [22.01.2007]
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