
Auch Männer leiden unter Krampfadern / Frühzeitige Diagnose verhindert schwerwiegende Gesundheitsschäden.Allgemein gelten Krampfadern, auch Varizen genannt, als reine Frauenkrankheit. Doch jeder vierte Mann in Deutschland kämpft ebenfalls mit einem ausgeprägten Venenleiden. Mögliche Ursachen sehen Experten in modernen Arbeits- und Lebensbedingungen, die sich durch mangelnde Bewegung und überwiegend sitzende Tätigkeiten auszeichnen. Neben vererbter Bindegewebsschwäche begünstigen auch Übergewicht, erhöhter Alkohol- und Nikotinkonsum sowie ungesunde Ernährungsgewohnheiten die Entstehung von Varizen. Besonders problematisch: Männer scheuen zumeist den Gang zum Arzt und riskieren Folgeerkrankungen. "Krampfadern stellen kein rein kosmetisches Problem dar. Bleiben sie unbehandelt, können Thrombosen, starke Beinschwellungen, Venenentzündungen, Embolien oder ein offenes Bein entstehen", erklärt Prof. (MD) Dr. Dr. med. Stefan Hillejan, ärztlicher Leiter der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover.
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Wie beim weiblichen Bevölkerungsteil, zeichnen sich optische Spuren von Krampfadern als hervortretende, geschlängelte und zumeist bläuliche Blutgefäße an Ober- oder Unterschenkeln ab. Ebenfalls deuten schwere und geschwollene Beine, brennende, kribbelnde und juckende Hautregionen sowie Wadenkrämpfe auf ein beginnendes Venenleiden hin. In diesen Fällen sollte unbedingt ein Arzt mögliche Ursachen abklären. Mit Hilfe einer farbcodierten Triplex-Ultraschalluntersuchung erkennt der Venenexperte auch im tieferen Venensystem mögliche Störungen und untersucht die Bereiche, die einer Behandlung bedürfen. "Als Grundlage für alle weiteren Schritte dient eine ausführliche Auswertung der Anamnese in Verbindung mit Blut- und Laboruntersuchungen. Des Weiteren erfasst die arterielle und venöse Plethysmographie, eine Strömungs- und Kapazitätsmessung, die verbleibende Venenfunktion", sagt Prof. Hillejan. Bei Behandlungsbedarf stehen Patienten heutzutage minimal invasive und wenig schmerzhafte Behandlungsmethoden wie die VNUS-Closure-Methode zur Verfügung. "Doch Vorbeugung ist immer noch die bessere Alternative. Hier helfen viel Bewegung wie Laufen oder Schwimmen, ausgewogene Ernährung samt ausreichender Flüssigkeitszufuhr sowie Wechselduschen", rät Prof. Hillejan abschließend. PPG
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