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Konduktive Förderung nach Petö
Neue Chancen für bewegungsgestörte Kinder

Die Mutter-Kind-Klinik Schwabenland in Dürmentingen bietet vom 20.10.04 - 10.11.04 sowie vom 22.12.04 – 12.01.05 im Rahmen ihrer Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren eine intensive Förderung von cerebral bewegungsgestörten wie z.B. spastisch gelähmten oder von Spina bifida betroffenen Kindern. Ziel der Behandlung ist es, den kleinen Patienten ein Leben unabhängig von Hilfsmitteln und Betreuungspersonen zu ermöglichen. Nähere Infos zur Klinik Schwabenland, dem speziellem Angebot sowie allen Formalitäten zur Beantragung einer Mutter- bzw. Vater-Kind-Kur unter www.kur.org oder der kostenlosen Telefonnummer 0800/2 23 23 73.
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Was ist Konduktive Förderung?
Die Methode der konduktiven Förderung (conducere = zusammenführen) geht auf den ungarischen Arzt Andràs Petö zurück, der nach dem Zweiten Weltkrieg Therapieelemente aus Medizin, Orthopädie, Logopädie, Pädagogik und Psychologie in einem ganzheitlichen Übungsverfahren vereinte. Die Besonderheit dieser Methode liegt darin, dass die Behinderung des Kindes nicht als Krankheit angesehen wird, sondern als Lernhindernis, das mit pädagogischen Mitteln überwunden werden kann. Nicht nur grundlegende Bewegungsmuster wie Sitzen, Stehen und Gehen, sondern auch der Auf- und Ausbau geistiger Fähigkeiten, die Beherrschung der Gefühle, die Förderung der Sprache sowie die Aneignung von Kulturtechniken können nach Petö mit diesem Verfahren erlernt werden.
Und so funktioniert’s:
Unter Anleitung eines Konduktors bzw. einer Konduktorin lernen die Kinder in Kleingruppen über bedingte Reflexe neue Bewegungsmuster. Schritt für Schritt werden immer höhere Lernziele formuliert und in verschiedenen Übungen spielerisch verpackt. Die Begleitung durch rhythmisches Sprechen und Singen unterstützt dabei - z.B. bei Lauf- und Lockerungsübungen - das motorische Lernen in Alltagssituationen. Eine besondere Bedeutung hat hierbei die Gruppensituation: Mitzuerleben, wie ein Gleichaltriger einen Schritt voran gekommen ist, spornt zur Nachahmung an. Jeder kleine Fortschritt steigert das Selbstwertgefühl und die Anerkennung durch die anderen Gruppenmitglieder – denn diese kennen die Schwierigkeiten und wissen darum die Leistungen zu würdigen. Eine weitere Besonderheit: Ein einziger Konduktor bzw. Konduktorin leitet den Patienten an. Er muss sich somit auch nur auf eine Person einstellen – im Gegensatz zur Behandlung bei unzähligen Spezialisten, die er in der Regel hinter sich hat... Auch wenn die Methode ursprünglich zur Behandlung von Kindern entwickelt wurde, kann sie in abgewandelter Form bei Erwachsenen mit schweren Bewegungseinschränkungen nach Schlaganfall oder Schädel-Hirn-Träuma angewandt werden. TS
www.kur.org
     [19.08.2004]
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