
Osteoporose (Knochenschwund) geht nicht nur
Frauen ab 50 an. Auch Männer und vor allen Dingen jüngere Menschen
leiden zunehmend an porösen, brüchigen Knochen.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Osteoporose bereits in die Liste
der zehn bedeutendsten Volkskrankheiten aufgenommen. In Deutschland
sind allein sieben bis acht Millionen Menschen betroffen.
Anzeige Die Grundsteine für einen gesunden Knochenbau werden in der
Kindheit gelegt.
Von Geburt an unterliegen die Knochen
einem ständigen Prozess von Auf-, Um- und Abbau. Im Kindesalter, in
der Jugend und im jungen Erwachsenenalter bis zum etwa 30.
Lebensjahr wird die Knochensubstanz bis zu einem Maximum aufgebaut.
Vorausgesetzt die Kalziumzufuhr hat in dieser Zeit gestimmt, ist
schon einmal eine stabile Basis für das weitere Leben geschaffen.
Danach geht es mit der Knochendichte mehr oder minder schnell wieder
bergab. Jetzt heißt es die Verluste an Knochenmineralien so gut wie
möglich in Grenzen zu halten. Wird jenseits der 30 nicht auf
ausreichend "Knochennahrung" geachtet, kann es schon vorzeitig zu
einem übermäßigen Raub- und Abbau der Knochen kommen. Ab dem 50
Lebensjahr nimmt bei Frauen der Blutspiegel an Östrogen, demjenigen
Hormon, welches den Knochenaufbau fördert rapide ab. Bei Männern
sinkt parallel dazu allmählich der Progesteronspiegel. Jetzt
verlieren die Knochen um so mehr Mineralstoffe, vor allem das
Kalzium. Fazit: das Risiko für Knochenverformung bis hin
zum "Witwenbuckel" und Knochenbrüchen steigt.
Dabei ist Osteoporose-Vorbeugung einfach möglich: ausgeglichene
kalziumreiche Ernährung - es sollten schon so um die 1.200 mg
täglich sein - ausreichend Vitamin D, viel frisches Obst und Gemüse
und regelmäßige körperliche Bewegung.
Das Problem: durch unseren modernen Lebensstil erhalten wir zu wenig Vitamin D, bewegen uns nicht ausreichend und die Ernährung enthält - verglichen mit den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung - bei mindestens der Hälfte der Bevölkerung zu wenig Kalzium". Kinder verzehren immer weniger regelmäßig Milchprodukte. Ein Ausgleich durch andere kalziumreiche Lebensmittel fehlt jedoch meist. Lebensmittel wie Sojaprodukte, Feigen, Nüsse, Brokkoli, Grünkohl, Fenchel sowie eine generell basenreiche Ernährung kommen auf den meisten Speiseplänen zu kurz und Bewegungsarmut macht sich breit. Sitzende Tätigkeiten überwiegen nicht nur im Berufsalltag sondern bereits im Kindergartenalter. Auch hier heißt es: rechtzeitig gegensteuern! RS
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