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Verbesserte Hilfe bei Bandscheibenvorfall
Neue Hoffnung für Patienten mit Bandscheibenvorfällen Münchener Spezialist entwickelt neues, risikoarmes, endoskopisches Operationsverfahren / Kernspintomographie belegt Heilung der Bandscheibe in nur drei Monaten / Rückenbeschwerden und ausstrahlende Schmerzen verschwinden

90 Prozent der Bevölkerung leiden mindestens einmal im Leben unter Rückenschmerzen. Handelt es sich um heftige oder immer wiederkehrende Schmerzen, die auch in Gesäß, Bein oder Fuß ausstrahlen, im Bereich der Halswirbelsäule häufig bis in Schulter und Arm, lautet die Diagnose meist: Bandschei-benvorfall. Bringt herkömmliche Behandlung keine Besserung, bietet eine Operation oft den einzigen Ausweg. Viele Betroffene fürchten einen operativen Eingriff, da starke Belastung für den Körper, verbunden mit langem Krankenhausaufenthalt sowie an-schließender stationärer Rehabilitation bisher die Regel waren.
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Wie entsteht ein Bandscheibenvorfall?
Zwischen den einzelnen Wirbelkörpern übt die Bandscheibe die Funktion eines Stoßdämpfers aus. Wölbt sich der Bandscheibenkern nach außen, drückt er auf die Nervenwurzeln und verursacht starke ausstrahlende Schmerzen. Plötzliche Drehbewegungen des Rumpfes, schweres Heben und Schieben sowie eine angeborene Schwäche des Bandscheibengewebes gelten als Hauptursache für den stechenden, oft unerträglichen Schmerz im Rücken. Zu langes Sitzen und Bewegungsmangel begünstigen Wirbelsäulenprobleme. Verschwinden die Symptome nach zweiwöchiger Ruhe- und Schonungsphase und konservativer Behandlung nicht, empfiehlt der Münchener Wirbelsäulenspezialist Dr. Thomas Hoogland eine Operation.

Der Bandscheibenkern drückt auf die Nervenwurzel - starke Schmerzen sind die Folge
Endoskopie - Die bessere Lösung
Dr. Thomas Hoogland, Chefarzt der Wirbelsäulensektion der Alpha-Klinik, entfernt alle Arten von Bandscheibenvorfällen endoskopisch – bislang einzigartig in Europa auch im sensiblen Bereich der Halswirbelsäule. Der Vorteil für die Patienten liegt auf der Hand: kurze Operationsdauer bei wenig belastender Lokalanästhesie sowie sofortige Schmerzfreiheit und Mobilität. "Mit der von uns entwickelten endoskopischen Nukleotomie können wir auch große und schwer zugängliche Bandscheibenvorfälle ohne große, offene Operation entfernen", erklärt der Mediziner. "Neben der äußerst schonenden Entfernung des Vorfalls räumen wir mittels einer gezielten sogenannten Abrasionstechnik defektes Gewebe der Bandscheibe aus.
In den meisten Fällen verschwinden dank dieser Technik Rückenbeschwerden und ausstrahlende Schmerzen bereits kurz nach der Operation." Neueste Kernspintomographiegeräte belegen die Heilung der Bandscheibe innerhalb eines erstaunlich kurzen Zeitraumes von nur drei Monaten.

Dank Endoskopie wird der Vorfall schnellstens behoben und die Schmerzen verschwinden innerhalb kürzester Zeit
Modernste Geräte für größtmögliche Sicherheit
Vor jeder Operation lokalisiert Hoogland den Ursprung der Beschwerden durch gründliche klinische Untersuchung in Verbindung mit kernspintomographischer Diagnostik. Unter örtlicher Betäubung entfernt der Spezialist den hervorstehenden Vorfall durch feine Kanülen mit selbst entwickelten Spezialinstrumenten und Zangen. Mit Spezialfräsen, feinen Knochenbohrern und Küretten trägt er den verkalkten und verstopften Knochenfilter zwischen Wirbelkörper und Bandscheibe ab. An der Stelle des gerissenen und degenerativen Faserings bilden die Stammzellen im Wirbelkörper wieder einen neuen festen Ring. Im Gegensatz zur konventionellen Bandscheibenoperation öffnet Dr. Hoogland nicht den Wirbelkanal. So entfallen Narbenbildung und Verwachsungen. Da durch die endoskopische Entfernung des Vorfalls kein Weichteilgewebe verletzt wird, spüren die Patienten nach der Operation keine Schmerzen. Bereits zwei Stunden nach dem Eingriff ist der Patient wieder mobil. Nach der Operation stützt ein bequemes Spezialkorsett für einige Wochen die Patienten, um den Heilungsprozess zu unterstützen. Bei Eingriffen an der Halswirbelsäule ist nicht einmal eine Halskrause notwendig. Bürotätigkeiten können bereits nach einer Woche wieder aufgenommen werden.

Mit Hilfe von modernsten Geräten entfernt Dr. Hoogland den Bandscheibenvorfall
Erst vor kurzem hat Dr. Hoogland erstmalig einer hochschwangeren Frau in der 35. Woche endoskopisch einen Bandscheibenvorfall entfernt. Eine konventionelle Operation hätte ein hohes Risiko für Mutter und Kind bedeutet. Inzwischen hat die Frau einen gesunden Jungen zur Welt gebracht. Mit einer derartigen Operationsmethode hat er unter anderem die Läuferin Grit Breuer behandelt. Bereits neun Monate nach dem Eingriff lief sie zweite Weltbestzeit. Auch Andi Hoffmann, der stärkste Schauspieler der Welt, konnte schon drei Monate nach dem Eingriff wieder ein Gewicht von 320 kg stemmen. MR
     [23.11.2002]
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