
Detox-Methode verhilft in kurzer Zeit zu rauchfreiem Leben / Nürnberger Klinik im Rot-Kreuz Zentrum verzeichnet hohe Erfolgsquote bei Raucherentwöhnung Derzeit rauchen in Deutschland etwa 18 Millionen Menschen. Zwei von drei Rauchern wären gern für immer Nichtraucher. Rund 35 Prozent der Raucher versuchen durchschnittlich fünf mal pro Jahr, die Sucht zu überwinden, davon bleiben nur rund 4,5 Prozent auch nach einem Jahr noch rauchfrei. Für den Rauchstopp gibt es gute Gründe: Zigarettentabak enthält circa 40 krebserregende Bestandteile. Rauchen erhöht das Risiko, an verschiedenen Krebsarten und Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit Todesfolge zu erkranken, um ein Vielfaches. Mit dem Rauchen aufzuhören lohnt sich in jedem Alter, denn nach 15 Jahren ist der körperliche Zustand mit dem eines Menschen, der nie geraucht hat, vergleichbar.
Anzeige Einfacher geht's nicht Mit der Detox-Methode, entwickelt von Prof. Dr. Kox, Ordinarius an der Berliner Charité, befreien die Mediziner der Nürnberger Klinik im Rot-Kreuz Zentrum auch starke Raucher von der Sucht nach dem Glimmstengel. Bei Detox handelt es sich um eine Kombination sogenannter anticholinerger Medikamente, ursprünglich eingesetzt im Anästhesiebereich. Es gelangt direkt in die Nervenzellen und belegt dort die NikotinRezeptoren. Der Körper verlangt nicht mehr nach der Droge. "Raucher sind körperlich und seelisch abhängig vom Nikotin. Mit dem Detox-Verfahren befreien wir die Patienten schnell und wirksam von den Entzugserscheinungen, die Erfolgsquote in unserer Klinik liegt bei 90 Prozent. Doch der Patient muß mithelfen. Nur mit dem festen Willen, für immer von dem blauen Dunst loszukommen, erzielt das Verfahren dauerhaften Erfolg", erläutert Dr. med. Michael Gabler.
Nach gründlichen Gesprächen und medizinischen Voruntersuchungen verabreicht Dr. Gabler zeitversetzt zwei intramuskuläre Injektionen. Kurz danach verspürt der Patient ein starkes Schlafbedürfnis und geht mit einer Begleitperson nach Hause. Dort schläft er etwa zehn Stunden durch. Für weitere dreizehn Tage verordnet der Mediziner ein Medikament in Tablettenform. Vorteil gegenüber anderen medikamentösen Behandlungen oder Nikotinersatztherapien: Detox greift nur für sehr kurze Zeit in das zentrale Nervensystem ein. In der schlimmsten Phase unangenehmer Entzugserscheinungen schläft der Patient. Von Nervosität, Reizbarkeit, Angstzuständen, depressiver Stimmung sowie Konzentrationsschwierigkeiten, die als Hauptursache für die meisten Rückfälle gelten, bleibt er verschont. Stellt der angehende Nichtraucher zusätzlich Gewohnheiten und typische Verhaltensmuster um, steht einem gesunden Leben ohne Qualm nichts mehr im Wege. RH |