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Aktiv gegen Osteoporose
Osteoporose wird immer häufiger ein Problem. Mit dem Knochenschwund kämpfen nicht nur Menschen ab dem 60sten Lebensjahr,

sondern häufig schon wesentlich Jüngere. Die Empfehlung der Ärzte ist oft Sport. Dies genügt aber nicht allein. Die richtige Ernährung ist maßgeblich an der Verminderung von Osteoporose beteiligt.
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Allein in Deutschland leiden 6 - 7 Millionen Menschen an Osteoporose, dem Knochenschwund. Die Mehrzahl davon sind Frauen. Obwohl die Risikofaktoren für Osteoporose weitgehend bekannt sind, hat die Zahl der Osteoporosepatienten in den vergangenen Jahren zugenommen. Dabei ist Osteoporose kein unabwendbares Schicksal. Durch eine ausgewogene Ernährung mit ausreichend Calcium in Kombination mit regelmäßiger Bewegung kann der Knochenabbau im Alter in Grenzen gehalten werden.
Endstation Osteoporose muss nicht sein - Zahlen und Fakten
Knochenstabilität: Ab 30 geht's bergab, das Gefälle bestimmt jeder selbst!
Richtige Lebensmittelauswahl beeinflusst Calciumaufnahme
Power für die Knochen durch Sport BAFöC
Das Aktiv-Programm für Knochenfitness
Calciumreiche Rezeptideen
Endstation Osteoporose muss nicht sein
Osteoporose, umgangssprachlich Knochenschwund genannt, stellt die am häufigsten auftretende Erkrankung der Knochen dar. Dabei geht langsam aber stetig die Knochensubstanz verloren. So verändert sich die Struktur der Knochen, sie werden weniger stark belastbar. Dies macht sich an häufigeren Knochenbrüchen, Knochen- und Rückenschmerzen, dem sogenannten Witwenbuckel und der Verringerung der Körpergröße bemerkbar.
Osteoporose: Zahlen und Fakten
Etwa 300 000 Frauen und Männer in Deutschland erleiden pro Jahr einen Oberschenkelhalsbruch aufgrund von krankhaftem Knochenschwund.
Frauen sind knapp doppelt so oft von Osteoporose betroffen wie Männer.
Die durchschnittliche, tägliche Calciumaufnahme von Frauen beträgt weniger als die Hälfte dessen, was für die Knochen notwendig wäre.
Die jährlichen Kosten zur Behandlung der Krankheit Osteoporose belaufen sich in Deutschland auf nahezu 1 Milliarde DM.
Wer ist gefährdet?
Der typische Osteoporosepatient ist eine schlanke Frau in den Wechseljahren. Sie raucht, trinkt viel Kaffee und Alkohol, hat wenig Bewegung, hält sich kaum an der frischen Luft auf und ernährt sich calciumarm. Auch häufige Abmagerungskuren sowie der Gebrauch von Abführmitteln über einen längeren Zeitraum erhöhen das Osteoporoserisiko. Männer, die diese Risikofaktoren aufweisen, haben ebenfalls ein erhöhtes Risiko, an Osteoporose zu erkranken.
Was ist zu tun, um das Risiko zu minimieren?
Das richtige, calciumreiche Essen und Trinken, ausreichend regelmäßige Bewegung und die Vermeidung von Osteoporose fördernden Faktoren sind die Basis der Osteoporosevorbeugung. In der Praxis hat sich die Verwendung von Milchzucker bewährt. Milchzucker ist in Apotheken, Reformhäusern oder in den Drogerieabteilungen der Supermärkte erhältlich. Er vergrößert die Menge an Calcium, die vom verzehrten Calcium in den Körper übernommen und in die Knochen eingebaut wird. Wer sein Ess- und Trinkverhalten osteoporosegerecht optimieren möchte, findet im Milchzucker eine wertvolle Hilfe.
Knochenstabilität:
Ab 30 geht's bergab, das Gefälle bestimmt jeder selbst!
Unsere Knochen werden bis zu einem Alter von ca. 30 Jahren aufgebaut. Danach verlieren sie stetig an Masse. Die Verluste können mehr oder weniger stark ausfallen, je nach Ausgangszustand und Ess- und Trinkverhalten. Je mehr Knochensubstanz bis zur maximalen Knochendichte mit ca. 30 Jahren aufgebaut wurde, desto länger dauert es, bis sie aufgebraucht ist. Denn mit zunehmendem Alter geht es an die Reserven, das ist unvermeidlich. Der Knochen verliert allmählich an Substanz und somit an Stabilität. Im Extremfall wird der Knochen so poröse, dass er leichter brechen kann. Man spricht dann von Osteoporose.
Calcium - DER Baustein für feste Knochen
Eine optimale Stabilität der Knochen wird durch das richtige Baumaterial - den Mineralstoff Calcium - erreicht. Dieser Mineralstoff wird in den Knochen eingebaut. Der Knochen wird hart. Kein Wunder also, dass mehr als 99% des Körpercalciums in den Knochen gespeichert ist.
Die ausreichende Calciumversorgung ist deshalb die Grundvoraussetzung für feste Knochen und zur Vorbeugung von Osteoporose. Ziel einer knochenfreundlichen Ernährung ist eine hohe Calciumauf-nahme und eine gute Calcium-Verfügbarkeit. Calcium aus pflanzlichen Lebensmitteln ist schlechter verwertbar als das aus tierischen Lebensmitteln, wie es z. B. in Milch und Milchprodukten enthalten ist. Im Durchschnitt kann der Körper nur 20-40 % des tierischen Nahrungscalciums ins Blut aufnehmen und in die Knochen einbauen. Beim pflanzlichen Calcium sind es sogar nur ca. 5 %. Empfehlenswerte Milchprodukte sind Quark, Dickmilch, fettarmer Käse und Frischkäse, Joghurt und natürlich Trinkmilch. Dabei gilt: Je fetter die Sorte, desto weniger Calcium ist verwertbar. Wem das einfach zu viel Milch ist, kann auch auf andere Produkte zurückgreifen, wie Sesamsamen, Leinsamen oder Sojabohnen. Die tägliche Lebensmittelauswahl kann durch calciumreiche Getränke ergänzt werden, beispielsweise durch mit Calcium angereicherte Fruchtsäfte oder calciumreiche Mineralwässer mit einem Calcium-Magnesium-Verhältnis von 2 : 1.
Zudem kann die Verfügbarkeit des aufgenommenen Calciums durch Milchzucker erhöht werden. Natürlicher Milchzucker kann als Pulver Speisen und Getränken zugefügt werden. Durch seine geringe Eigensüße ist er fast geschmacksneutral. Milchzucker verbessert die Verwertung des mit den Lebensmitteln aufgenommenen Calciums. So wird bei derselben verzehrten Menge an Calcium mehr von diesem wichtigen Mineralstoff in den Körper übernommen. Milchzucker hilft, eine große Knochenmasse aufzubauen und die Calciumverluste ab dem 30. Lebensjahr gering zu halten. Es geht zwar bergab mit der Knochenmasse, das Gefälle ist jedoch weniger steil.
Institut für Sporternährung
     [12.07.2001]
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