Gesundheit Kosmetik
25.05.2012
08:33Uhr

Teil 2: Fehlsichtigkeits-Korrektur per Lasik
Die wichtigsten Leserfragen und Antworten.

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Am Experten-Telefon zum Thema Sehschärfekorrektur per Lasik saßen:
  • Dr. med. Volker Rasch, Facharzt für Augenheilkunde, Geschäftsführer und ärztlicher Leiter der Potsdamer Augenklinik im Albrecht-von-Graefe-Haus.
  • Privatdozent Dr. med. Ralf-Christian Lerche, Facharzt für Augenheilkunde, ärztlicher Leiter des EuroEyes AugenLaserZentrums Hamburg.
  • Susanne Besold, Expertin für Zusatzversicherungen bei den KarstadtQuelle Versicherungen, Nürnberg.
  • Sven Fettback, Kundenberater bei der Deutschen BKK, Wolfsburg.
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    1. Wie sicher sind die heute eingesetzten Verfahren zum Augenlasern?
    Dr. med. Volker Rasch: Unter Berücksichtigung von Indikation und Ausschlusskriterien sowie der Einhaltung von Behandlungsparametern sind kaum Probleme zu befürchten. Voraussetzung sind aber auch umfangreiche Voruntersuchungen und eine gut gewartete Technik im Augenlaserzentrum.
    2. Ist die Laseroperation am Auge schmerzhaft?
    Dr. med. Volker Rasch: Vor dem Eingriff erhalten Sie schmerzstillende Medikamente sowie anästhesierende Augentropfen. Dies ist meist ausreichend, nur bei sehr sensiblen Patienten ist eine Allgemeinnarkose möglich – und das auch lediglich beim Einsatz spezieller Lasersysteme.
    3. Wie lange dauert es, bis ich nach einer Laserbehandlung wieder sehen kann? Werde ich danach erst einmal krank geschrieben und wenn ja, wie lange?
    Dr. med. Volker Rasch: Die Sehschärfe erreicht manchmal schon am Operationstag über 100 Prozent. Dies ist aber abhängig von der Art und Höhe der Fehlsichtigkeit sowie anderen individuellen Faktoren. Der sogenannte Endvisus kann daher auch erst nach Monaten stabil sein. Sie sollten sich – falls Sie eine körperlich anstrengende Tätigkeit ausüben – am besten einige Tage krank schreiben lassen, manche Patienten verzichten aber auch ganz darauf.
    4. Was sind die Vor- und Nachteile des Augenlaserns?
    Dr. med. Ralf-Christian Lerche: Die Vorteile liegen vor allem darin, dass Sie nicht mehr auf störende Hilfsmittel angewiesen sind: Eine Brille führt zu Verzerrungen und einer Gesichtsfeldeinschränkung, Kontaktlinsen können trockene Augen oder sogar Infektionen verursachen. Komplikationen oder unerwünschte Nebenwirkungen sind beim Augenlasern äußerst selten.
    5. Ich würde mir auch gerne die Augen lasern lassen, mein Augenarzt meinte aber, meine Hornhaut sei sehr dünn. Wie dick muss denn die Hornhaut mindestens sein?
    Dr. med. Ralf-Christian Lerche: Bei einer Lasik sollte Ihre Hornhaut mindestens 500 µm dick sein, bei Oberflächenverfahren ist eine Laseroperation auch bei dünneren Gewebedichten möglich. Voraussetzung für jede Operation ist aber eine gründliche Untersuchung an beiden Augen. Bei zu dünner Hornhaut besteht darüber hinaus die Möglichkeit, die Fehlsichtigkeit mittels zusätzlicher Linsen zu korrigieren.
    6. Ich habe eine Fehlsichtigkeit von minus acht Dioptrien. Kommt bei einem so hohen Wert auch noch Lasik in Frage oder gibt es dafür Grenzwerte?
    Dr. med. Ralf-Christian Lerche: Nach geltenden Richtlinien ist bei minus acht Dioptrien und ansonsten normalen Befunden eine Lasik unproblematisch durchführbar, unter Umständen kann sogar bis minus zehn Dioptrien behandelt werden – wenn alle Befunde ansonsten "passen".
    7. Mit welchen Kosten hat der Patient beim Augenlasern zu rechnen?
    Susanne Besold: Das Lasern kostet in Deutschland ca. 4.000 Euro für beide Augen. Im europäischen Ausland, etwa in Spanien, gibt es die Leistung schon für 2.000 Euro, in Thailand sogar schon für umgerechnet 1.000 Euro.
    8. Muss ich Gesundheitsfragen beantworten, falls ich eine Augenversicherung abschließen will?
    Susanne Besold: Nein, zumindest unsere Zusatzversicherung können Sie ohne Gesundheitsfragen abschließen.

    Quelle: djd KarstadtQuelle Versicherungen
    9. Bei einigen Zusatzversicherungen gibt es ja Wartezeiten. Ist das bei einer Augenversicherung auch der Fall? Und was leistet eigentlich Ihre Augenversicherung genau?
    Susanne Besold: Nein, Sie haben sofort Anspruch auf Leistungen aus dieser Police. Bei unserem Basistarif werden unabhängig von Sehschärfeveränderungen Aufwendungen für Brillenfassungen und -gläser sowie Kontaktlinsen zu 100 Prozent erstattet, höchstens jedoch bis zu einem Betrag von 150 Euro innerhalb von zwei Versicherungsjahren. Wer eine Sehschärfenkorrektur mittels Laseroperation durchführen lassen will, erhält dafür während der Vertragslaufzeit einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro.
    10. Die gesetzlichen Kassen sind bei Leistungen für die Augenvorsorge – Stichwort Glaukom – im Gegensatz zur Krebsvorsorge sehr zurückhaltend. Warum ist das so?
    Sven Fettback: Bisher ist nicht belegt, dass die Glaukomvorsorge medizinisch immer notwendig ist. Falls diese Untersuchung aber nach Ansicht des behandelnden Arztes bei Ihnen medizinisch sinnvoll ist, wird sie als Kassenleistung durchgeführt.
    11. Ich möchte meine Sehschwäche per Lasik korrigieren lassen. Unter welchen Umständen erhalte ich einen Zuschuss von meiner gesetzlichen Krankenkasse?
    Sven Fettback: Lasik gehört zur so genannten Wunschmedizin und ist deshalb nicht Bestandteil des Leistungskatalogs der Kassen. Als individuelle Gesundheitsleistung muss sie privat finanziert werden, kann aber in der Regel als außergewöhnliche Belastung immerhin steuermindernd geltend gemacht werden.
    12. Ich habe eine Lasik auf eigene Kosten machen lassen, nun sind aber Nachbehandlungen nötig. Werden diese dann von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen?
    Sven Fettback: Nach Eingriffen im Rahmen der Wunschmedizin sind auch die Kosten der routinemäßigen Nachuntersuchungen und -behandlungen vom Patienten selbst zu tragen. Bei den meisten Anbietern ist die Nachsorge allerdings Teil der Lasik-Operation, dies kann aber von Fall zu Fall variieren.
    13. Wie stehen die gesetzlichen Kassen generell zu Behandlungen im Ausland? Die sind ja meistens günstiger, eigentlich müssten sich die Kassen doch darüber freuen, wenn die Patienten sparen wollen, oder?
    Sven Fettback: Die Angebote im Ausland sollten Sie sich sehr vorsichtig ansehen. Die Gefahr, dass dort gepfuscht wird, ist wesentlich größer als in Deutschland, wo die Qualitätsstandards für die Mediziner höher sind. Zudem kennt man im Ausland den behandelnden Arzt vorher nicht und meist sind Vorsorgeuntersuchung und Operation aufgrund des Zeitdrucks am gleichen Tag. Und sollten irreversible Komplikationen eintreten, kann der juristische Weg im Ausland durchaus kompliziert werden.
    14. Woran erkennt man eigentlich ein gutes Augenlaserzentrum?
    Sven Fettback: Gute Augenlaserzentren erkennt man daran, dass sie Lasik-TÜV zertifiziert sind und somit diesen Standards entsprechen. Außerdem sollte man darauf achten, dass die Zentren bzw. die Ärzte Erfahrungen im Bereich der Lasik-Operationen besitzen.
    15. Was passiert, wenn ich mit dem Ergebnis der teuren Augenlaserbehandlung nicht zufrieden bin oder meine Fehlsichtigkeit nach kurzer Zeit schon wieder zunimmt?
    Sven Fettback: Unter Umständen geben die Anbieter solcher Operationen Garantien auf die Behandlungen, die Laufzeit ist allerdings jeweils unterschiedlich. Mit einer Garantie werden im Nachhinein Korrekturlaserungen durchgeführt, falls das Ergebnis der OP nicht zufrieden stellend ist.
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    Quelle: djd
    [ LS ]
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    n-7253317-fehlsichtigkeits-korrektur-per-lasik.htm