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Teil 1: Tschüss Brille
Großer Informationsbedarf beim Thema Sehschärfekorrektur per Lasik.

[SerienStart] Teil [01] [02] [03]
Viele Brillen- und Kontaktlinsenträger träumen davon, die lästigen Sehhilfen für immer loszuwerden. Denn hinderlich sind sie nicht nur beim Sport, sondern auch in vielen Berufen. Ungefähr 100.000 Bundesbürger pro Jahr können ihre Sehhilfen endgültig in die Schublade legen – denn so viele lassen eine Augenlaserbehandlung bei sich durchführen. Können alle Sehfehler durch eine Augenlaserbehandlung korrigiert werden? Wie läuft die Operation genau ab? Was kostet eine solche Behandlung? Wie finde ich ein gutes Augenlaserzentrum? Die vielen Fragen ließen unser Expertentelefon nicht still stehen. Vier Fachleute beantworteten sechs Stunden lang die detaillierten Fragen der Anrufer.
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Am Telefon saßen:
  • Dr. med. Volker Rasch, Facharzt für Augenheilkunde, Geschäftsführer und ärztlicher Leiter der Potsdamer Augenklinik im Albrecht-von-Graefe-Haus.
  • Privatdozent Dr. med. Ralf-Christian Lerche, Facharzt für Augenheilkunde, ärztlicher Leiter des EuroEyes AugenLaserZentrums Hamburg.
  • Susanne Besold, Expertin für Zusatzversicherungen bei den KarstadtQuelle Versicherungen, Nürnberg.
  • Sven Fettback, Kundenberater bei der Deutschen BKK, Wolfsburg.
  • Viele Anrufer wollten wissen, wer grundsätzlich für eine Augenlaserbehandlung in Frage kommt. Dr. med. Volker Rasch, Facharzt für Augenheilkunde aus Potsdam: „Entscheidend ist der persönliche Leidensdruck des Einzelnen. Er muss mit Brille oder Kontaktlinsen in Beruf, Freizeit oder Sport ein echtes Problem haben. Es gibt aber auch Fälle, bei denen aus ärztlicher Sicht zu einer Operation geraten werden kann.“ Und ab welchem Alter ist eine solche Operation möglich? Dr. Rasch: „Erlaubt ist sie ab dem 18. Lebensjahr. Das Auge sollte jedoch prinzipiell ausgewachsen sein. Bei Älteren wiederum können Faktoren wie Linsentrübungen oder Netzhautveränderungen die Indikation zur Operation limitieren.“
    Vorsicht bei der Behandlung im Ausland
    Einige Anrufer planen, eine Augenlaserbehandlung aus Kostengründen im Ausland durchführen zu lassen. Ihnen riet Dr. Rasch zur Vorsicht. „Auch wenn die Operation selbst nicht schlechter als in Deutschland ist, würde ich einen solchen Tourismus nicht empfehlen. Es gibt vor allem ein Zeitproblem. Diagnostik und Aufklärungsgespräch sollten mindestens einen Tag vor der OP liegen, es ist also ein längerer Aufenthalt im Ausland nötig. Des Weiteren ist die Frage der Nachsorge zu klären, auch sie kann im schlimmsten Fall einen mehrwöchigen Auslandsaufenthalt nach sich ziehen.“ Sven Fettback von der Deutschen BKK ergänzte: „Sollten etwa doch einmal irreversible Komplikationen eintreten, kann der juristische Weg im Ausland durchaus kompliziert werden.“ Und woran erkenne ich in Deutschland ein gutes Augenlaserzentrum? Sven Fettback: „Man sollte darauf achten, ob es Lasik-TÜV-zertifiziert ist und somit allen Standards entspricht. Außerdem ist es wichtig, dass die Ärzte in dem Zentrum Erfahrungen im Bereich der Lasik-OP haben.“

    Quelle: djd KarstadtQuelle Versicherungen
    Lasik wird von der Kasse nicht übernommen
    Lasik zählt zur sogenannten Wunschmedizin und wird von den Kassen deshalb nicht übernommen. „Das Lasern in Deutschland kostet ca. 4.000 Euro für beide Augen“, erläuterte Susanne Besold, Expertin bei den KarstadtQuelle Versicherungen. Vom Nürnberger Direktversicherer gibt es deshalb eine neuartige Augenzusatzversicherung ohne Gesundheitsfragen. Susanne Besold: „Wer eine Sehschärfenkorrektur mittels Laseroperation durchführen lassen will, erhält dafür während der Vertragslaufzeit einen Zuschuss von bis zu 1.000 Euro.“
    Fast immer ohne Risiken und Nebenwirkungen
    „Komplikationen oder unerwünschte Nebenwirkungen sind beim Augenlasern äußerst selten“, antwortete der Hamburger Facharzt Dr. med. Ralf-Christin Lerche Anrufern, die sich nach dem konkreten Procedere einer solchen Operation erkundigten. „Allerdings sollte die Hornhaut bei einer Lasik mindestens 500 µm dick sein, bei Oberflächenverfahren ist eine Operation eventuell auch bei dünneren Gewebedichten möglich.“ Dr. Lerche weiter: „Voraussetzung für jede Operation ist eine gründliche Untersuchung an beiden Augen durch den Facharzt.“ Schmerzhaft ist die Laseroperation am Auge übrigens nicht. Dr. Volker Rasch: „Schmerzstillende Medikamente sowie anästhesierende Augentropfen sind meist ausreichend, eine Allgemeinnarkose ist im Regelfall nicht nötig.“
    Weitere Informationsquellen:
    Zum Thema Lasik:
  • www.tuev-sued.de/gesundheit_arbeitsplatz_urlaub/lasik (Verbraucherinformationen zum Lasik-TÜV mit einer Postleitzahl-Suche zertifizierter Kliniken).
  • www.lasik-plus.de (Homepage der Potsdamer Augenklinik im Albrecht von Graefe-Haus)
  • www.euroeyes.de (Homepage von EuroEyes, der größten Klinikgruppe in Deutschland für refraktive Chirurgie).
  • Zum Thema Versicherung und Vorsorge:
  • www.kqv.de (Homepage des privaten Direktversicherers KarstadtQuelle Versicherungen).
  • www.deutschebkk.de (Homepage der gesetzlichen Krankenkasse Deutsche BKK).
  • Diskutiere zu diesem Thema in unserem Forum.
    Quelle: djd
    [ LS ]
    weiter zu Teil 2 »
         [17.04.2009]
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     Lasik   Netzhaut   Arzt   Brille   Auge   Operation   Telefon   Versicherung   TÜV   Experte 
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