
Ursachen und BehandlungAuch wenn wir noch Herbst haben, der Winter ist schon fühlbar da und das bringt natürlich auch kalte Hände mit sich. Fünf bis zehn Prozent aller Frauen zwischen 15 und 40 Jahren haben aber extrem kalte Finger mit anfallartigen Gefäßkrämpfen und die haben oft andere Ursachen als die kalte Witterung, erklärt Harald Mandl vom Internetportal GesundheitPro:
Anzeige Nun, die nennt man auch Raynaud-Syndrom, was meistens harmlos und ohne organische Ursache ist. Also kalte Finger können infolge einer Störung der Blutgefäße in den Zehen und Fingern auftreten, auch Stress und Nikotin spielen dabei eine Rolle. Hinter einem von zehn Raynaud-Fällen steckt allerdings was Ernsteres z.B. kann es ein Frühsymptom für entzündlich-rheumatische Erkrankungen sein.
Wenn solche Raynaud-Anfälle mehrmals pro Woche auftreten, sollte man die Beschwerden besser ärztlich abklären lassen. Aber wo liegt der Unterschied zwischen kalten Händen im Winter und dem Raynaud-Syndrom?
Beim Raynaud-Syndrom werden Finger nur wenig oder gar nicht durchblutet. Die kleinen Arterien krampfen sich bei Kälte weit über das normale Maß zusammen, die Finger werden weiß und gefühllos. Bei zwei Drittel der Betroffenen tritt nicht nur eine Weißfärbung auf, sondern sogar eine Blaufärbung und manchmal auch eine Rötung der Finger oder Zehen. Und wenn die Finger dann wieder warm werden, also mehr durchblutet, kann das oft sehr schmerzhaft sein.
Was kann man aber tun, um diese Schmerzen und Gefäßkrämpfe zu vermeiden?
Ja, auslösende Faktoren wie Kälte, emotionalen Stress und mechanische Belastungen, etwa Vibration beim Hantieren von Maschinen, sollte man möglichst vermeiden. Man sollte sich regelmäßig bewegen und nicht rauchen. Und bei niedrigen Außentemperaturen immer Handschuhe anziehen. Fausthandschuhe sind da generell besser als Fingerlinge, da die durchgehende Oberfläche die Wärme besser speichert.
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