
Krampfadern, Besenreiser und dicke Füße gelten als Warnsignale für Venenschwäche.Jede zweite Frau und jeder vierte Mann über vierzig leidet unter müden, schweren Beinen. Abends schwellen die Knöchel an, nachts stören Wadenkrämpfe den Schlaf: Die Blutzirkulation ist gestört.
Was mit Venenschwäche beginnt, kann zu Krampfadern, offenen Beinen oder Blutgerinnseln (Thrombosen) und schlimmstenfalls sogar zu einer lebensgefährlichen Lungenembolie führen. Besonders Frauen kämpfen mit Venenproblemen: Neben Veranlagung, Bewegungsmangel, Übergewicht und Rauchen begünstigen hormonelle Ursachen wie Einnahme der Antibabypille oder Schwangerschaft die Entstehung von Venenleiden. Oft bleiben gefährliche Gefäßerkrankungen unerkannt, da viele die Alarmsignale auf die leichte Schulter nehmen. Vorbeugen vermindert die Entstehung von Krampfadern und Co. So rät die engagierte Venenspezialistin Harriet Simone Werno, vom Nürnberger PARCSIDE medical center zu viel Bewegung und Gymnastik, wenn möglich auch während der Arbeitszeit, flachem Schuhwerk, Hochlagern der Beine sowie zu morgendlichen Wechselduschen. Anzeige Neben dem Hochlagern der Beine hilft auch viel Bewegung und Gymnastik, wenn möglich auch während der Arbeitszeit, flaches Schuhwerk, sowie morgendliche Wechselduschen, um Krampfadern vorzubeugen. Was tun gegen Krampfadern? Maßangefertigte Kompressionsstrümpfe, spezielle Diätberatung, Tabletten zur Stärkung der Venenwand sowie kühlende und entzündungshemmende Gele oder Salben verhindern das Fortschreiten einer Venenerkrankung und mildern die Symptome. Besteht bereits ein fortgeschrittenes Krampfaderleiden (Varikose), ist oft eine Operation der einzige Ausweg.
Neben dem Stripping-Verfahren wenden die Mediziner in der Nürnberger Klinik im Rot-Kreuz Zentrum auf Wunsch der Patienten auch die Shiva-Methode an. Hier bleibt die Vene im Bein, die Hauptkrampfader wird an der Einmündung lediglich unterbunden. Harriet Simone Werno: "Dank wenig belastender Narkoseverfahren und minimalchirurgischer Eingriffe mittels kleinster Sonden und Häkchen führen wir die operative Entfernung der Krampfadern in den meisten Fällen ambulant durch. Kaum Schmerzen, wenig Blutergüsse und Schwellungen sowie verringerte Narbenbildung erleichtern heute den Patienten die Regeneration nach dem Eingriff." Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für Untersuchung und Operation. Besenreiser – harmlos oder nicht? Meist handelt es sich bei Besenreisern um ein rein ästhetisches Problem. Vor einer Entfernung steht trotzdem auch hier die gründliche Untersuchung des Venensystems. Ist eine Krankheit ausgeschlossen, steht einer Entfernung der ungeliebten Besenreiser nichts mehr im Wege. Neben der Laserbehandlung erzielt die medikamentöse Verödung sehr gute kosmetische Ergebnisse. Bei der Sklerosierung, so der medizinische Fachausdruck, spritzt die Ärztin mit einer sehr feinen Nadel schmerzfrei den Wirkstoff Aethoxysklerol in die betroffene Vene, die daraufhin verklebt. Ohne Narbenbildung baut der Körper die verklebten Venen in den folgenden Wochen ab. Derzeit übernehmen alle privaten Krankenkassen die Kosten für die Entfernung der Besenreiser, die gesetzlichen Kassen nur in Einzelfällen. RS
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