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Krankhaftes Schwitzen - jetzt gibt es Hilfe
Neue Operationsmethode hilft bei Überfunktion der Schweißdrüsen - Hilfe für Menschen, die unter ständigen Schweißausbrüchen leiden / Neue ambulante Operationsmethode stoppt Transpiration dauerhaft

Schwitzen ist gesund! Schweißabsonderung dient der Konstanthaltung der Körpertemperatur. Daher steigt bei körperlicher Anstrengung oder in Stresssituationen, bei hohen Außentemperaturen oder zu warmer Kleidung die Transpiration. Wird das Schwitzen jedoch unerträglich, steckt meist eine Krankheit dahinter. In Fachkreisen als Hyperhidrose bekannt, äußert sich die Erkrankung durch übermäßige und unaufhörliche Schweißbildung. Betroffene kämpfen mit durchnässter Kleidung und verheimlichen die Ursache oft aus Scham. Auf Außenstehende wirkt das Schwitzen abstoßend; so führt die Krankheit zu Kontaktschwierigkeiten und eingeschränkter Lebensqualität. Vielfach wirkt sich das Problem auch auf den beruflichen Erfolg aus. Konventionelle Mittel zeigen in den meisten Fällen nur geringe Wirkung.
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Die Hyperhidrose-Klinik
Ab sofort bietet die Klinik im Rot-Kreuz Zentrum in Nürnberg als eine der ersten Kliniken in Deutschland Hyperhidrosekranken mit verstärkter Schweißbildung im Bereich der Achselhöhlen einen Ausweg: Mit einer neuen Operationsmethode saugen die Mediziner, ähnlich wie bei der Fettabsaugung, die näher an der Hautoberfläche liegenden Schweißzellen ab. Durch den minimal-invasiven Eingriff unter Lokalanästhesie bleibt der Patient trocken unter den Achseln. Einmal abgesaugte Schweißdrüsen erneuern sich nicht, so dass ihm weitere Behandlungen erspart bleiben.
Vor der Operation führen die Ärzte zuerst einen Jod-Stärke Test durch, um die Stellen mit starker Schweißabsonderung zu markieren. Nach der Betäubung spritzen die Mediziner unter jede Achsel etwa einen halben Liter Kochsalzlösung, um das umliegende Gewebe aufzuweichen. Nach etwa 20 Minuten erfolgt das Absaugen der Schweißdrüsen durch Kanülen mit einem Durchmesser von etwa drei Millimeter. Hierfür nehmen die Mediziner nur kleine Einschnitte in der Achselhöhle vor. Unmittelbar nach der etwa halbstündigen Operation verlässt der Patient das Krankenhaus – voll einsatzfähig. Schon während der Heimfahrt schwitzt er nicht mehr. In der Zeit nach dem Eingriff empfehlen die Ärzte ein bis zwei Tage Erholung und regelmäßiges Strecken der Achseln, um eventuellen Verwachsungen vorzubeugen.
Schwitzen ist zwar gesund - zuviel Schwitzen kann eine Krankheit sein: Hyperhidrose Jetzt gibt es erstmals Abhilfe im Nürnberger Hyperhidrose Klinikum
Kurz, schmerzlos, effektiv
Im Vergleich zu anderen operativen Verfahren bestehen die Vorteile in der kurzen, schmerzlosen und risikoarmen Operation sowie der kaum sichtbaren Narbenbildung. In seltenen Einzelfällen erreichen die Mediziner keine vollständige Schweißfreiheit, der Patient transpiriert jedoch wesentlich geringer als vorher. Da die Schweißdrüsen unter den Achseln nur einen geringen Teil des gesamten Temperaturhaushaltes regeln, entsteht keine vermehrte Transpiration an anderen Körperstellen.
Derzeit wenden die Mediziner die vollständige Entfernung nur unter den Achseln an. Hyperhidrosekranke, die extrem an Händen, Füßen, Stirn oder Kopfhaut schwitzen, behandeln die Ärzte in der Klinik im Rot-Kreuz-Zentrum mit Botox. Schon seit etwa zehn Jahren glättet der Wirkstoff Botulinumtoxin in der kosmetischen Medizin mimische Falten. Durch Muskellähmung entspannt sich die Haut. Ähnlich die Behandlung bei Hyperhidrose: Eine sehr feine Nadel spritzt eine genau errechnete Konzentration von Botulinumtoxin in die betroffenen Hautstellen und legt die Schweißdrüsen lahm. Unter den Achseln ohne, an den Hand- und Fußstellen mit örtlicher Betäubung benötigen die Ärzte nur zehn Minuten, um Botox zu spritzen. Etwa eine Woche später setzt die Wirkung ein. Daraufhin lebt der Patient drei bis sechs Monate lang ohne übermäßiges Schwitzen. Einer Wiederholung der Behandlung steht aus medizinischer Sicht nichts im Wege. CS
     [20.11.2002]
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