Gesundheit Ernährung
23.05.2012
00:33Uhr

Teil 1: Der Knigge für den Honig
Vom richtigen Umgang mit dem kulinarischen Multitalent.

[SerienStart] Teil [01] [02]
Als süßer Brotaufstrich ist Honig im wahrsten Sinne des Wortes in aller Munde. Doch für große und kleine Genießer kann das wertvolle Naturprodukt weit mehr, als aufs Frühstücksbrötchen tropfen oder Honigkuchen den Namen verleihen. Honig setzt in der Küche überall dort Akzente, wo Süßes den Geschmack hebt und unterstreicht, gibt aber je nach Sorte eine ganz individuelle Note. Fleisch- und sogar Fischgerichte bekommen zum Beispiel ganz neue Reize.
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Wie wäre es einmal mit gegrillten Koteletts oder Steaks, die dank einer Honig-Senf-Marinade "sterneverdächtig" werden. Das Fleisch in einer Mischung aus körnigem Senf (Rotisseur-Senf) und Linden Honig marinieren, die Marinade vor dem Grillen jedoch abstreifen, damit sie nicht verbrennt. Erst gegen Ende der Grillzeit das Fleisch damit beidseitig erneut bestreichen. Auch das lohnt sich zu probieren: Forellen in leicht erwärmtem Bergblüten Honig wenden, dann in Mandeln wälzen und in Butter braten, bis die Mandeln leicht gebräunt sind. Die Mandelpanade schützt das dezent-blumige Honigaroma. Dazu bekommt Geflügel, beispielsweise Ente, eine besonders delikate Kruste, wenn es während des Backens mit Honig bestrichen wird.
Auch Gemüsesorten, denen etwas Zucker zur Verfeinerung beigegeben wird, entfalten dagegen mit Bergblüten- oder Akazien Honig ganz neue, intensivere Geschmacksnuancen: beispielsweise junge Möhren, Rotkohl, zarte Erbsen und sogar weißer Spargel.
Dass Honig als Süßungsmittel in allen Desserts aus Milch, Sahne, Joghurt und Quark Zucker wohlschmeckend ersetzen kann, ist allgemein bekannt, ebenso in Müsli oder Früchtetee.
Honig und Käse – eine köstliche Liaison
Was Honig ganz allgemein neben seiner Aromavielfalt mit Wein gemeinsam hat, ist die harmonische Verbindung, die beide mit Käse eingehen! Doch wie beim Wein haben auch bestimmte Honigsorten ihre "Lieblingspartner": Akazien Honig harmoniert mit mildem Blauschimmelkäse, wie Gorgonzola dolce, Bavariablu, Cambozola, jungem Montagnolo oder Bresse bleu. Linden Honig geht mit Fourme d’Ambert, Saint-Albray Tête de Moin (zu Rosetten gerollt), junger Pecorino und Vacherin Mont d’Or eine kulinarische Liaison ein. Grundsätzlich entscheidet jedoch der ganz persönliche Geschmack. Wie wäre es mit einem Verkostungsabend - mit verschiedenen Honig- und Käsesorten? Zum Neutralisieren zwischen den einzelnen "Gängen" eignet sich frisches, knuspriges Baguette.
Den richtigen Umgang pflegen
Es gilt also: Honig sollte als kulinarisches Multitalent in keinem Vorratsschrank fehlen. Doch wie fühlt sich das Naturprodukt am wohlsten und welchen Umgang sollte der Genießer mit ihm pflegen?
Direkt nach dem Schleudern ist Honig klar und dickflüssig. Im Laufe der Lagerung bilden sich feine Kristalle aus Traubenzucker, der Honig "kandiert" bzw. "kristallisiert" - Sorten mit hohem Fruchtzuckergehalt, wie beispielsweise Akazien Honig, langsam, die mit hohem Traubenzuckeranteil, wie etwa Klee Honig, dagegen schneller. Auch wenn sich bei langer Lagerung im Haushalt Traubenzuckerkristalle als helle Flecken, so genannte Blüten, an der Oberfläche absetzen, ist dies ein natürlicher Vorgang, der keinen Qualitätsverlust bedeutet. Durch langsames Erwärmen im maximal 40 °C warmen Wasserbad erreicht der Honig in relativ kurzer Zeit wieder seine ursprüngliche Konsistenz. Obwohl Honig als reines Naturprodukt keinerlei Konservierungsstoffe enthält, kann er jahrelang gelagert werden; um Qualitätsverluste zu vermeiden jedoch kühl, trocken und dunkel an einem geruchsneutralen Ort.
Flüssige Honige fühlen sich bei Zimmertemperatur am wohlsten. Dabei sollte das Glas gut verschlossen sein: Honig zieht Feuchtigkeit aus der Luft und könnte gären, außerdem nimmt er leicht Fremdgerüche auf. Geruchsintensive Lebensmittel, wie Zwiebeln oder Käse, gehören in Sachen Lagerung deshalb an einen anderen Platz. Einige Inhaltsstoffe sind darüber hinaus lichtempfindlich und würden an einem zu hellen Aufbewahrungsort leiden. EG
Ohne viel beachten zu müssen ist das Naturprodukt Honig stets für seinen süßen Auftritt bereit.
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Weitere Informationen unter www.langnese.de
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n-7249076-der-knigge-fuer-den-honig.htm