
Ob Strauch-, Cocktail-, Kirsch-, Fleisch- oder die ganz profane Haushaltstomate – allen gemeinsam sind die wertvollen Inhaltsstoffe, die Herz und Kreislauf stärken, erläutert heute Diplom Diätassistentin Klaudia Pütz von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen. Die Empfehlung des Pressesprechers Sven-David Müller lautet daher: "Essen Sie jetzt Tomaten, sie sind preiswert, leicht und schlagen nicht zu B(a)uche". Tomaten bestehen zwar zu 95 Prozent aus Wasser, die restlichen fünf Prozent strotzen jedoch vor Powerstoffen aus der Naturapotheke. Mit dreizehn Vitaminen, siebzehn Mineralstoffen, reichlich sekundären Pflanzenstoffen und Fruchtsäuren ist sie ein delikater aromatischer Gemüsevertreter, der im Speiseplan der Sommersaison einen festen Platz haben sollte, betont Pütz.
Anzeige Tomaten enthalten viel Kalium Besonders hoch ist der Gehalt an b-Carotin, Vitamin K, Vitamin C und Folsäure. Von den Mineralstoffen macht Kalium den mengenmäßig größten Anteil in der Tomate aus. Kalium ist für ein reibungsloses Funktionieren des Wasserhaushalts wichtig, so Pütz weiter. Zusammen mit Natrium spielt es eine Rolle bei der Reizweiterleitung der Nerven und Muskeln. Auch das Herz ist zur Erfüllung seiner Pumpfunktion und damit der Gewährleistung eines stabilen Blutkreislaufs auf Kalium angewiesen, so Pütz weiter. Carotinoide verursachen die rote Färbung der Tomaten. Viele davon sind eine Vorstufe des Vitamin A und wichtig für die Sehleistung sowie als Haut- und Schleimhautschutz. Von den in der Tomate vorkommenden sekundären Pflanzenstoffen hat Lycopin besonderen Stellenwert. Es besitzt antioxidative und antikanzerogene Eigenschaften. Lycopin ist wirksam beim Abbau reaktiver Sauerstoffverbindungen und reduziert das Risiko von koronaren Herzkrankheiten und Arteriosklerose. Es schützt die Haut vor schädlichen UV-Strahlen. Zerkleinern und schonendes Erhitzen erhöht die Bioverfügbarkeit des Lycopins. Daher wird es aus verarbeiteten Tomatenerzeugnissen wie beispielsweise Tomatenmark besser aufgenommen als aus frischen Tomaten.
Lecker.... Tomaten!Dem küchentechnischen Einsatz von Tomaten sind keine Grenzen gesetzt, erklärt Pütz. Man kann den purpurroten Gesundheitsschutz in Form eines Mozzarella-Tomatensalates genießen, als Kräuter-Tomaten-Sauce mit Pasta, zu einem belegten Käsebrot oder einfach nur als schmackhafte, dekorative Garnierung für Salatplatten, lautet die Empfehlung der Diätassistentin Pütz abschließend. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik empfiehlt in ihrer diaita-Pyramide, täglich mehrmals reichlich Gemüse zu verzehren. In der Tomatenzeit fällt dies nicht schwer. Im Durchschnitt verspeist jeder Deutsche jährlich 19,5 Kilogramm Tomaten. MS
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