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Willenlos im Büro?
SOS-Tipps gegen Heißhunger.

Termindruck, Kundenmeetings und chronische Flexibilität – wenn's in der Arbeit stürmisch zugeht, sind kalorienreiche Mahlzeiten zwischendurch Seelenbalsam und Energiespender zugleich. Doch sobald der Druck im Job sich dann in Hüftgold verwandelt, ist der Katzenjammer groß. Kleine Helfer wie Kaugummi machen es möglich, den Teufelskreis aus Essenslust und -frust zu durchbrechen und das Gewicht in Balance zu halten. Schließlich soll der sexy Bikini vom letzten Jahr ja auch diese Saison noch passen.
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Wer kennt das nicht: der Blick auf die Waage brennt einem Sorgenfalten auf die Stirn und das neue Kostüm spannt aus allen Nähten. Die Ursache: Überstunden bis in die Nacht, enge Deadlines und ein launischer Chef rauben einem den letzten Nerv. Wenn dann auch noch keine Zeit für ausgleichende Aktivitäten wie Sport, Spaziergänge oder regelmäßige Treffen mit Freunden verbleiben, sucht der Körper sich ein anderes Ventil: Essen. Stress kann Gelüste nach kalorienreichen Mahlzeiten zwischendurch wecken. Ihr Vorteil: sie sind immer und überall verfügbar und sorgen für einen kurzen Stimmungskick. Doch Vorsicht: Wer sich daran gewöhnt, in Stresssituationen übermäßig viel zu essen, verliert schnell die Kontrolle über seinen Appetit – und wird zum Opfer von Heißhungerattacken.
Teufelskreis aus Lust und Frust: Wie Heißhunger entsteht
Plötzlich ist es da. Dieses ganz intensive Bedürfnis nach Nahrungsaufnahme. Insbesondere Frauen leiden stressbedingt oft unter Heißhunger. Im Gegensatz zum normalen Hunger verspürt man beim Heißhunger ein plötzlich eintretendes Verlangen nach sofortiger Nahrungsaufnahme – vorzugsweise nach fett- bzw. kalorienhaltigen Lebensmitteln. Negative Begleiterscheinungen der ungewollten Heißhungerattacken: Fettpölsterchen auf den Hüften und Frustration über mangelnde Selbstdisziplin. Wenn Stress der Auslöser für Heißhungerattacken ist, ist der Schuldige schnell gefunden: Cortisol. Fühlt sich der Körper unter Druck gesetzt, schüttet er das Hormon Cortisol aus. Das Gehirn sucht daraufhin nach einem Mittel, um die negative Hormonausschüttung zu dämpfen: Essen.
Fressattacken ein Schnippchen schlagen
Ist der Heißhunger schon da, lässt er sich kaum mehr bändigen. Die Betroffenen kennen kein Maß – auch wenn sie keinen Hunger mehr verspüren, essen sie immer weiter. Schnell sind überschüssige Pfunde angefuttert, umso mühseliger ist es jedoch, diese wieder abzunehmen. Wer die Nase von zügellosem Essen voll hat, kann auf kleine Helfer im Kampf gegen den großen Hunger zurückgreifen:
  • Minzalarm! Geschmacksflaute garantiert
  • Der Griff zur Zahnbürste oder Mundspülung ist eine gute Methode, dem nahenden Heißhunger entgegenzuwirken. Da die Geschmacksknospen nur noch den minzigen Geschmack von Zahnpasta oder Mundspülung wahrnehmen, wird die Lust auf kalorienreiche Nahrung reduziert.
  • Keine Panik: „Schlank auf Knopfdruck“
  • Den Heißhunger „auf Knopfdruck“ ausschalten: mit Hilfe von Akupressur lässt sich diese Traumvorstellung in die Realität umsetzen. Heißhungerattacken sind eigentlich Panikanfälle des Esszentrums. Durch eine kleine Handbewegung lässt sich dieses beruhigen: Einfach 15 bis 20 Sekunden mit dem Zeigefinger auf den Punkt zwischen Nase und Oberlippe drücken. Die Stimulierung dieser Stelle wirkt direkt auf das Appetitzentrum des Gehirns und bremst den Heißhunger.
  • Wer kaut, sündigt nicht: Kaugummi, die kleine Alternative für zwischendurch
  • Eine aktuelle Studie über die „kurzzeitige Auswirkung von Kaugummi auf Ernährungsgewohnheiten und Kalorienaufnahme“ belegt, dass Kaugummikauen helfen kann, zwischendurch seltener von Heißhungerattacken geplagt zu werden.(1) Damit nicht genug: Durch Kaugummikauen können bis zu elf Kalorien pro Stunde verbrannt werden.(2) Zudem lernen Kaugummiliebhaber richtiges Kauen. Darin liegt der Schlüssel zur bewussten Nahrungsaufnahme. „Menschen, die gründlich und langsam kauen, essen insgesamt weniger und genießen intensiver als Schnellkauer“, sagt die Ernährungswissenschaftlerin Dr. Petra Ambrosius.
  • Ordnung muss sein: Regelmäßig essen
  • In der Hektik fällt es vielen Menschen schwer, ihr Gewicht unter Kontrolle zu halten. „Heißhungeranfälle entstehen zumeist dann, wenn man über den Tag verteilt insgesamt zu wenig isst“, weiß Dr. Petra Ambrosius. Deshalb ist es wichtig, regelmäßige Mahlzeiten in den Alltag einzuplanen. Drei feste Mahlzeiten sind unerlässlich, um den Blutzuckerspiegel über den Tag konstant zu halten. Dabei gilt: Der Spruch „Frühstücken wie ein Kaiser“ stimmt! Wer morgens nichts isst, bekommt garantiert am späten Nachmittag Heißhunger.
  • Löschübung: Trinken hilft
  • Am besten zwei bis drei Liter Wasser, Fruchtschorle oder ungesüßten Tee am Tag trinken. Schneller Lustkiller ist ein großes Glas kaltes Wasser. Bereits nach einer halben Minute kann der Impuls nach Nahrung schwinden. Zudem verbrennt es zusätzliche Kalorien, da der Körper extra Energie benötigt, um das Wasser im Magen zu erwärmen. Ein weiterer Tipp, diesmal aus der Ayurvedalehre: Warmes Wasser in kleinen Schlucken trinken: das füllt nicht nur den Magen, sondern reinigt auch den Körper und befreit von Giftstoffen.
    Lust statt Frust: Mit schönen Dingen ablenken
    Bevor man gierig zum Essen greift: Zehn Sekunden die Augen schließen, tief durchatmen und sich die Frage stellen: „Warum will ich jetzt eigentlich unbedingt etwas essen?“ Egal, ob die Antwort Stresskompensation, Beziehungsprobleme oder pure Langeweile lautet – die Ergründung der Ursachen kann Hungergelüste ausbremsen. Denn nur wer die Ursachen für das ungesunde Essverhalten oder die Lust auf ein bestimmtes Nahrungsmittel kennt, kann gegensteuern. Ob Entspannungsübungen, Sport oder Treffen mit Freunden – es gibt viele Strategien, um Frustessen zu vermeiden.
  • Schön schreiben statt schwarz malen: Tagebuch führen
  • Wenn es schwarz auf weiß vor einem steht, lässt es sich nicht mehr verdrängen: Indem man abends vor dem Schlafengehen genau aufschreibt, was man den Tag über gegessen hat und wie man sich danach gefühlt hat, kann man herausfinden, wann einen die Gier auf Essen überkommt und welche Situationen der Auslöser dafür sind. Belohnt man sich mit Essen? Isst man aus Langeweile oder in Stresssituationen? Durch die Auflistung der Nahrungsmittel und Situationen, in denen man isst, können Essgewohnheiten analysiert und damit auch verändert werden – zum Beispiel, in dem man sich regelmäßige Auszeiten gönnt und Sportarten einplant, die Spaß machen und entspannen.
    Quellen:
  • (1) Geiselman PJ, Martin CK, Coulon S, Ryan DH, and Apperson M: Short-Term Effects of Chewing Gum on Specific Macronutrient and Total Calorie Intake. ASN Scientific Sessions and Annual Meeting at Experimental Biology 2009. New Orleans, LA. April 2009.
  • (2) Levine J, Baukol P, Pavlidis I (1999). The energy expended in chewing gum. New England Journal of Medicine: vol 341, no 27.
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    Weitere Informationen unter www.kau-dich-fit.de
    [ JT ]
         [05.06.2009]
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