Gesundheit Ernährung
 gesundheit rss feed
Volltext-Suche
Community
user:
pass:
registrieren 
Partnerlinks
Detlef D1 Soest dantao
Neueste Meldungen







Schulfrucht-Verteilung findet große Resonanz
5 am Tag fordert nationale Schulfruchtprogramme.

Nur über konkrete Angebote von Obst und Gemüse in der Schulverpflegung lasse sich, so die Verantwortlichen, nachhaltig das allseits bemängelte Ernährungsverhalten von Kindern und Jugendlichen verändern.
Anzeige
 
In anderen westlichen Ländern werden bereits seit längerem entsprechende Programme mit großem Erfolg durchgeführt. Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, verteilt 5 am Tag rund um die Aktionswoche „Iss bunt und gesund“ im Oktober kostenlos Früchte sowie Informationsmaterial an mehr als 700 interessierte Ganztagsschulen im ganzen Bundesgebiet.
Ein nationales Schulfruchtprogramm ist nach Auffassung der Verantwortlichen der 5 am Tag-Kampagne und der sie beratenden Wissenschaftler ein erster sinnvoller Schritt, um Kinder und Jugendliche an eine obst- und gemüsereiche Ernährung heranzuführen. Dass dieses Anliegen bei Schulen auf offene Türen stößt, zeigt die Resonanz von mehr als 700 Ganztagsschulen: Sie haben sich gemeldet, damit ihre Schülerinnen und Schülern wenigstens einen Tag lang frische Früchte erhalten.
Mehr als die Hälfte der Schulen wünschte darüber hinaus die Begleitung der Aktion durch eine Ernährungsberatung. „Die 5 am Tag-Kampagne stellt für die Aktion insgesamt eine Viertelmillion Früchte zur Verfügung. Ich bin mir sicher, dass wir noch mehr Rückmeldungen bekommen hätten, wenn es sich um ein längerfristig angelegtes Angebot gehandelt hätte“, so Helmuth M. Huss, Sprecher des Vorstands des 5 am Tag e.V.
Prominente Unterstützung durch Johann Lafer
Nicht nur von wissenschaftlicher Seite wird die Initiative von 5 am Tag begrüßt. Sternekoch Johann Lafer, der sich bereits seit längerem für eine bessere Schulverpflegung stark macht, unterstützt die Forderung nach einem Schulfruchtprogramm und wird in einer Schule die Fruchtverteilaktion begleiten:
„Eine vielfältige, wohlschmeckende und vollwertige Schulverpflegung muss uns allen am Herzen liegen. Ein Schulfruchtprogramm kann schnell auf den Weg gebracht werden und ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, weil die Kinder tatsächlich etwas zum Reinbeißen in die Hand bekommen. Über die schlechte Ernährung von Schulkindern wird viel geredet, jedoch wird noch viel zu wenig getan um tatsächlich etwas zu verändern.“
Schulfruchtprogramm im Ausland auf Erfolgskurs
Der von acht beratenden Wissenschaftlern der 5 am Tag-Kampagne unterzeichnete Forderungskatalog* nimmt die Politik in die Pflicht: Die Anleitung zu einer gesunderhaltenden Lebensweise sei Teil des Bildungsauftrages, insbesondere vor dem Hintergrund der steigenden Zahl von Ganztagsschülern.
„Natürlich wäre uns der große Wurf im Sinne einer verbindlichen Regelung der Schulverpflegung noch lieber. An Qualitätsstandards für eine vollwertige Schulverpflegung wird seitens der DGE gearbeitet. Wir können jedoch nicht vor der Tatsache die Augen verschließen, dass es in vielen Schulen keine Möglichkeiten für eine vollwertige Schulverpflegung gibt, um dieses Ziel mit Leben zu füllen“, erläutert Dr. Helmut Oberritter, Wissenschaftlicher Leiter der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), die Entscheidung für die Forderung eines nationalen Schulfruchtprogramms.
Weiter führt er aus: „Es gibt eine ganze Reihe wissenschaftlicher Untersuchungen über die Nachhaltigkeit von Schulfruchtprogrammen, die belegen, dass insbesondere Schüler, die an kostenlosen Schulfrucht-Programmen teilgenommen haben, auch mit längerem zeitlichem Abstand zur Intervention noch deutlich mehr Obst und Gemüse verzehren als Nichtteilnehmer.“
Auf die Kosten eines solchen Schulfruchtprogramms angesprochen, verweist Oberritter auf eine Studie aus Norwegen. Diese kommt zu dem Ergebnis, dass angesichts einer linearen Beziehung zwischen Obst- und Gemüsekonsum und einer steigenden Lebenserwartung ein kostenloses Schulfruchtprogramm bereits bei einer andauernden Steigerung des täglichen Obst- und Gemüseverzehrs um 25 Gramm bei nur 10 Prozent aller Schüler kostendeckend ist.
Jetzt ist Politik am Zuge
Wie sich die politischen Entscheider zu der Forderung der 5 am Tag-Kampagne stellen, wird mit Spannung erwartet. „Wir sind ziemlich optimistisch, dass der Ball aufgefangen wird. Ulla Schmidt und Horst Seehofer haben im Mai die Verabschiedung eines Nationalen Aktionsplanes auf Basis des Eckpunkteprogramms der Regierung angekündigt. Ein Schulfruchtprogramm sollte – allein schon aufgrund der einfachen Umsetzung – unserer Meinung nach Teil dieses Aktionsplanes sein“, so Huss.
Auch Lafer zeigt sich optimistisch: „Lecker, vielseitig, bunt, gesund und kalorienarm – es spricht eigentlich alles für ein Schulfruchtprogramm! Und da das Gesundheits- und Landwirtschaftsministerium die Schirmherrschaft der 5 am Tag-Kampagne übernommen haben, müsste ein Schulfruchtprogramm ja auch im Sinne der beiden Ministerien sein.“
Diskutiere zu diesem Thema in unserem Forum.
Quelle: 5 am Tag
     [16.10.2007]
Weitere Artikel nach Stichworten:
Anzeige
Anzeige
wir twittern
Newsletter | Gesundheit-Forum | Community | Impressum | Werben auf www.gesundheit1.de | RSS | Kontakt