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Bio zum Anfassen
Naturburschen statt Stubenhocker!

Am Computer daddeln oder vor der Glotze chillen - das machen die Kids von heute in ihrer Freizeit angeblich am liebsten. Raus an die frische Luft? Total out! Die Studie "Jugendreport Natur '06" bestätigt, dass Kinder und Jugendliche mehr und mehr den Bezug zur Natur verlieren: Ob Erdbeeren über oder unter der Erde wachsen, wissen nur noch die Wenigsten und mit der gesunden Ernährung ist das sowieso so eine Sache. Warum umständlich Gemüse schälen und Kartoffeln stampfen, wenn's das ganze Programm fix und fertig im Fast-Food-Restaurant um die Ecke gibt! Aber sind die Kids wirklich so drauf? Wir haben uns mal umgehört:
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Umfrage: "Ich ess' eigentlich alles ziemlich gerne, und mir ist es unwichtig, wo das herkommt / Ich esse einfach das, worauf ich jetzt gerade Hunger habe. Und wenn ich in der Stadt bin, dann esse ich halt McDonald's und so / Ich achte nicht so auf Ernährung / Auf jeden Fall Süßigkeiten und Schokolade / Eigentlich kann man gut von Hamburgern und Chips leben / Ich ess' ganz normal eigentlich, ich achte da jetzt nicht so drauf"
Moderator: Na, da gibt es wohl doch noch einiges zu tun, um Kindern und Jugendlichen die Natur und vor allem gesunde Lebensmittel wieder näher zu bringen. Und genau hier engagiert sich zum Beispiel Martin Grunert vom Ökomarkt in Hamburg. Herr Grunert, wie können Sie Kinder wieder für die Natur und natürliche Lebensmittel - in Ihrem Fall Bio-Lebensmittel - begeistern?
Martin Grunert 1: Bei uns geht's darum, Natur und Landwirtschaft zu erleben und mit allen Sinnen zu lernen, wie Lebensmittel hergestellt werden. Deswegen gehen wir mit den Kindern auf die Bio-Bauernhöfe, wo sie zum Beispiel kennen lernen, wie das Bio-Getreide hergestellt wird. Dann gehen wir in die Bio-Bäckereien und sehen, wie daraus ein gutes Brot gebacken wird. Und die dritte Station, da kann man dann sehen, wo wird denn ökologisches Brot angeboten.

Moderator: Wie alt sollten die Kinder denn sein, um an solchen Projekten teilnehmen zu können?
Martin Grunert 2: Also, bei unserem Projekt "Schule und Landwirtschaft - Bio für die junge Generation" geht's darum, schon die Vorschulkinder an das Thema ökologische Landwirtschaft heranzuführen. Die Veranstaltungen richten sich an Schüler bis zum Abitur, aber es ist natürlich am besten, so früh wie möglich anzufangen, umso nachhaltiger sind die Erlebnisse.
Moderator: Wenn Sie dann mit den Kindern auf den Bio-Höfen sind, wie reagieren die, was nehmen die Kids mit?
Martin Grunert 3: Bio schmeckt einfach lecker! Und das merken die Kinder, wenn sie Möhren und Gurken selber ernten und dann vor Ort gleich probieren können. Die einen Kinder mögen gar keine Gurken, aber sobald die ersten anderen Kinder ihr Stück probiert haben, dann wollen alle. Und plötzlich haben sie ein ganz neues Erlebnis und merken, wie lecker eine Gurke ungeschält, ökologisch schmecken kann.
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Weitere Informationen unter www.oekolandbau.de
[ NWM ]
     [22.06.2007]
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