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Gemeinsame Mahlzeiten...
...mit der Familie immer wichtiger.

In Deutschland ist das Essen nach wie vor eine familiäre Angelegenheit. Und die gewinnt offenbar immer mehr an Bedeutung, wie die Zeitschrift VITAL in ihrer neuen Ausgabe berichtet. Denn nach dem aktuellen Familienbericht der Bundesregierung nehmen sich die Deutschen durchschnittlich 103 Minuten pro Tag Zeit fürs Essen - das sind 21 Minuten mehr als noch vor zehn Jahren.
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Diese Entwicklung kommt nach Ansicht des Psychologen Dr. Rainer Lutz von der Universität Marburg auch den Kindern zugute. "Wenn den Großen das Essen schmeckt, haben meistens auch die Kleinen Lust, es zu probieren", sagt der Experte. Gemeinsame Mahlzeiten führten dazu, dass die Kinder oft die Essgewohnheiten der Eltern übernähmen. Denn: Wer die angeborene Neugier seiner Kinder nutzt, kann früh für ihre ausgewogene Ernährung sorgen.
Wie wichtig Mahlzeiten mit der Familie sind, belegt eine Untersuchung der New Yorker Columbia Universität. Danach kommen Teenager, die nur zweimal pro Woche mit der Familie essen, eher mit Drogen in Berührung als solche, die fünf Familienmahlzeiten einnehmen. Dieses Risiko sei abhängig vom Suchtmittel bis zu dreimal so hoch, heißt es in der Untersuchung. "Das liegt sicher daran, dass Familien, die häufig gemeinsam essen, auch sonst regelmäßig etwas gemeinsam unternehmen", sagt Lutz. "Dadurch entstehen enge Bindungen, die einem Suchtverhalten vorbeugen."
Andere US-Studien wollen beweisen, dass gemeinsame Mahlzeiten bei Kindern die Gefahr von Essstörungen reduzieren, für bessere Cholesterinwerte sorgen und sogar einen positiven Einfluss auf die Schulnoten haben.
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Quelle: VITAL
[ KH ]
     [09.12.2006]
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