
Herbstzeit ist Kartoffelzeit. Denn nun holen die deutschen Bauern die tollen Knollen besonders reichlich aus der Erde. Einige werden von der Industrie zu Pommes, Chips und Co. verarbeitet, aber viele landen auch direkt als frische Kartoffeln in unseren Küchen. Erdäpfel, wie sie mancherorts auch genannt werden, spielen längst nicht mehr nur eine Nebenrolle auf dem Teller. Auch als schnelle und schmackhafte Hauptgerichte stehen Kartoffeln im Rampenlicht der Kochkunstbühne. Ob als Ofenkartoffel, Gratin, Salat oder Suppe, kaum ein Lebensmittel lässt sich so vielseitig verwenden.
Anzeige Die herbstlichen, kühleren Temperaturen sind ideal, um die Kartoffeln besonders schonend aus dem Boden zu holen. Auf rund 276.000 Hektar werden in diesem Jahr Kartoffeln in Deutschland angebaut. Während die Kartoffelernte früher mit viel Handarbeit verbunden war, erfolgt sie heute fast ausschließlich mit großen Erntemaschinen, die besonders behutsam arbeiten. Die Lagerung der gerodeten Kartoffeln erfolgt vorwiegend in vollklimatisierten Lagerhäusern.
Aber auch zuhause sollte man auf die richtige Lagerung achten, um die Qualität und den Geschmack zu erhalten. Trocken, dunkel und luftig sollte der Aufbewahrungsort sein. Auf keinen Fall gehören Kartoffeln in den Kühlschrank. Auch zu warm sollte es nicht sein, denn sonst fangen die Knollen an zu keimen.
![]() Raus aus dem Boden, rein in den Kochtopf: Herbstzeit ist Kartoffelzeit. Auf rund 276.000 Hektar haben die deutschen Bauern tolle Knollen anbaut. Foto: CMA Vier bis acht Grad Celsius ist die ideale Temperatur. Stark gekeimte und grüne Kartoffeln sollten nicht verwenden werden, denn sie enthalten zuviel Solanin, das, in größeren Mengen verzehrt, gesundheitsschädlich sein kann. Wenn keine Möglichkeit zur richtigen Lagerung vorhanden ist, empfiehlt es sich, die benötigten Mengen bedarfsgerecht einzukaufen.
Kartoffeln sind reich an Nährstoffen wie Eiweiß, Kalium, Magnesium und den Vitaminen C und B1 und B2. Gleichzeitig haben sie wenig Kalorien: In 100 Gramm stecken nur 70 Kilokalorien.
Bei der Zubereitung sollte darauf geachtet auf schonende Behandlung geachtet werden. Geschälte Kartoffeln nicht lange im Wasser liegen lassen, da sonst wasserlösliche Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen. Am besten schält man Kartoffeln erst kurz vorher. Ideal ist auch die Zubereitung mit Schale. Statt in reichlich Wasser kann man sie auch in wenig Wasser dämpfen. Für Fans der schnellen Küche eignet sich das Garen in der Mikrowelle. Im Winter und Frühjahr brauchen Kartoffelfans übrigens nicht auf die Knolle verzichten. Denn aus die Ware in aus den klimatisierten Lagerhäusern kommt nach und nach in den Verkauf. WvL
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