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Wenn der Kakao krank macht ..
Eine Milchzuckerunverträglichkeit bleibt oft jahrelang unentdeckt

Gerade jetzt in der kalten Weihnachtszeit tut ein Tässchen heißer Kakao oder Milch besonders gut. Doch einige Menschen reagieren mit heftigen Verdauungsbeschwerden nach dem Genuss dieser Getränke, was häufig auf eine Milchzuckerunverträglichkeit zurückzuführen ist.
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Typische Beschwerden bei einer Milchzuckerunverträglichkeit sind Durchfälle, krampfartige Bauchschmerzen, Blähungen und Übelkeit, weiß Gesellschaftssprecher Sven-David Müller-Nothmann. Aufgrund dieser relativ unspezifischen Symptome verbinden Betroffene häufig nicht ihre Beschwerden mit dem Verzehr milchzuckerhaltiger Lebensmittel. Eine Milchzuckerunverträglichkeit kann so lange Zeit unentdeckt bleiben und für die Betroffenen mit jahrelangen Beschwerden verbunden sein. In Deutschland leiden 15 Prozent der Bevölkerung an der Erkrankung. Bei Gesunden wird die Laktose (Milchzucker) im Dünndarm durch das Enzym Laktase in die Bestandteile Galaktose und Glukose gespalten. Bei Menschen mit einer Milchzuckerunverträglichkeit liegt ein Laktasemangel vor oder aber die Wirkung des Enzyms ist herabgesetzt. Der Milchzucker gelangt dadurch ungespalten in den Dickdarm, wo er den Darmbakterien als Nahrung dient. Die bei der Fermentation entstehenden Gase und kurzkettigen Fettsäuren sowie der Wassereinstrom in den Dickdarm, der durch Laktose hervorgerufen wird, sind die Ursachen für die verschiedenen Beschwerden. Wer den Verdacht hat, an einer Milchzuckerunverträglichkeit zu leiden, sollte sich in jedem Fall ärztlich untersuchen lassen. Mit einem so genannten H2-Atemtest lässt sich die Erkrankung besonders einfach nachweisen. Steht die Diagnose fest, sollten die Betroffenen weitestgehend Milch, Milchmischgetränke und alle Milchprodukte außer Hart-, Schnitt-, Sauermilch- und Weichkäse meiden. Zur besseren Verträglichkeit milchzuckerhaltiger Produkte ist der Einsatz von laktasehaltigen Präparaten, die heute preiswert in der Drogerie erhältlich sind, zu empfehlen, so Sonntag abschließend. ME
     [16.12.2004]
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