
Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Schulanfänger können sich mit gesunder Ernährung und viel Bewegung gegen Schulstress wappnen.800.000 ABC-Schützen stehen in den Startlöchern und ihre Eltern sollten sie so früh wie möglich vor Fehlernährung schützen, erklärt heute Diplom Ernährungswissenschaftlerin Susanne Sonntag von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. in Bad Aachen.
Anzeige Hier ist vor allem an die Verantwortung und Fantasie der Eltern zu appellieren, betont Gesellschaftssprecher Sven-David Müller. Denn was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr, weiß schon ein altes deutsches Sprichwort. In diesem Sinne sollten die Eltern von Anfang an auf die Ernährung und tägliche Bewegung ihrer Sprösslinge achten. Ernährungsfehler im Kindesalter können sich später böse rächen. Übergewicht, Diabetes mellitus Typ 2 und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind nur einige der Folgeerscheinungen einer ungesunden Ernährungsweise und zu wenig Bewegung. Bereits bei der Schultüte können Eltern ihren Kindern mit fantasievollen Alternativen zu Süßigkeiten oder gar Fast Food Gutscheinen etwas Gutes tun. Neben den Lieblingsleckereien, die natürlich nicht fehlen dürfen, kann outdoortaugliches Spielzeug zur Bewegung an der frischen Luft animieren. Bei der Auswahl des Schulranzens ist darauf zu achten, dass dieser ein Leergewicht von 1,5 Kilogramm nicht überschreitet. Die gefüllte Schultasche darf nicht mehr als 10 Prozent des Körpergewichts des Kindes auf die Waage bringen. Hilfestellung beim Kauf eines Ranzens geben das GS-Zeichen und der Herstellerhinweis "entspricht DIN 58124". Ganz wichtig für einen optimalen Start in den Schultag ist das Frühstück. Eltern sollten sich die Zeit nehmen, zusammen mit ihren Kindern zu frühstücken. Ein Glas fettarme Milch oder frischgepresster Saft und ballaststoffreiches Müsli mit frischem Obst sind die idealen Muntermacher. Wichtig ist auch eine vollwertige Pausenmahlzeit. Die Wünsche der Kinder sollten dabei stets berücksichtigt werden. Denn es bringt wenig, wenn das ungeliebte Pausenbrot im Papierkorb und statt dessen Pommes, Würstchen und Kuchen von der Imbissbude im Magen landen. Fantasie und Abwechslung bei der Zubereitung des Pausenbrotes sind deshalb gefragt. Belegte Brote oder Brötchen mit fettarmer Wurst oder Käse sowie Salat, Gurke und Tomaten machen das sonst so eintönige Pausenbrot zu einer herzhaft knackigen Angelegenheit. Dabei sein sollte immer eine Portion Obst und ausreichend Flüssigkeit. Limonaden oder Cola sind weniger geeignet. Mineralwasser oder Saftschorlen bringen die nötige Erfrischung und liefern dabei kaum Kalorien. Neben all diesen gesunden Zutaten ist auch eine kleine süße Leckerei im Frühstückspaket erlaubt. Mit Powerfood und viel Bewegung sind die Schulanfänger bestens gerüstet für den Schulalltag, erklärt Sonntag abschließend.
Tipp zum Jahr der gesunden Ernährung 2004: Acerola hat den höchsten bekannten Gehalt aller Früchte an Vitamin C. Der Fruchtsaft dient als Vitamin-C-Anreicherung für Getränke und Lebensmitteln oder zur Herstellung von Konfitüre oder Speiseeis.
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