
Schluckstörungen - auch Dysphagie genannt - betreffen etwa 16 bis 22 Prozent der über 55-Jährigen und beeinträchtigt die Lebensqualität der Betroffenen immens. Trainingsmaßnahmen, die speziell die Nahrungsaufnahme schulen, helfen dem Patienten das Leiden zu lindern.Schluckstörungen sind eine häufige Todesursache. Einfache Maßnahmen, wie das Andicken von Suppen oder Getränken, verringern die Fließgeschwindigkeit und somit die Gefahr des Verschluckens von Flüssigkeiten.
Anzeige Verschlucken oder Kleckern mit Lebensmitteln verursacht bei den Patienten Schamgefühle und fördert das Zurückziehen aus der Öffentlichkeit.
Eine gute Sitz- und Kopfhaltung und das Schaffen einer angenehmen Atmosphäre, ohne Ablenkung durch Gespräche oder visuelle Reize, wirkt sich positiv auf die Nahrungsaufnahme auf.
Appetitlich angerichtete Speisen, die gut riechen und schmecken, fördern die Produktion von Speichel und Magensaft und motivieren den Betroffenen sogleich Nahrung zu sich zu nehmen.
Denn besonders die Gefahr der Entwicklung einer Mangelernährung mit gleichzeitigem Untergewicht ist bei dieser Patientengruppe gegeben.
Tipps Deshalb müssen die Betroffenen, oder gegebenenfalls auch das Pflegepersonal, auf nährstoffreiche Kost achten.
Das kann zum Beispiel durch die Zugabe von spezieller Trink- und Sondennahrung sowie der genannten Andickungsmittel aus der Apotheke erfolgen.
Pürierte Speisen, die Menschen mit Schluckstörungen über einen längeren Zeitraum verzehren müssen, wirken auf Dauer nicht appetitanregend. Manchmal genügt auch der Hinweis, dass der Patient die Speisen länger kauen soll, damit er selbst die breiige Konsistenz erreicht.
Denn häufig sind es gerade die Demenzpatienten, die von diesem Krankheitsbild betroffen sind; ihnen muss die betreuende Person den Kau- und Schluckvorgang einfühlsam nahe bringen.
Betroffene können sich von den Ernährungsexperten der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik kostenlosen telefonischen Rat unter der Telefonnummer 0241 – 96 10 316 einholen.
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V.
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