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Mehr Lebensqualität für Krebspatienten
Für Krebspatienten ist es besonders wichtig, auf eine bedarfsdeckende Nährstoffzufuhr zu achten und eine Mangelernährung zu vermeiden, um den Heilungserfolg zu unterstützen, berichtet heute Diplom Oecotrophologin Heike Laakmann von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen.

Gesellschaftssprecher Sven-David Müller empfiehlt zum Ausgleich des erhöhten Kalorien- und Nährstoffbedarfs die Zufuhr einer hochkalorischen eiweißreichen Zusatznahrung aus der Apotheke, die spezielle Nährstoffe wie Omega-3-Fettsäuren in Kombination mit Vitamin E und einer speziellen Aminosäurekombination enthält.
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Viele Krebspatienten leiden an einem starken Gewichtsverlust und somit an einer Mangelernährung, ebenfalls kommt es zu einem Abbau der Muskulatur. Insgesamt bezeichnen Onkologen diesen Prozess als Tumorkachexie.
Der Gewichtsverlust kann eine Reihe von Ursachen haben:
Tumore können Stoffe freisetzen, die zu Appetitverlust und beschleunigtem Stoffwechsel und damit zu schnellem Gewichts- und Muskelabbau führen. Auch die Therapie der Krebserkrankungen - die Chemotherapie und die Bestrahlung - können zu Nebenwirkungen wie Übelkeit, Erbrechen oder Durchfall führen.
Mangelernährung verhindern
Der Körper benötigt aber wichtige Kraftreserven, um den Heilungsprozess zu fördern. Durch einen Mangel an Nähr- und Wirkstoffen steigt das Infektionsrisiko und im Gegensatz dazu sinken die Heilungsaussichten und das Wohlbefinden verschlechtert sich. Deshalb ist es wichtig, eine Mangelernährung schon im Vorhinein zu verhindern.
Die dauerhafte Betreuung durch DiätassistentInnen und Diplom-OecotrophologInnen ist während der Krebstherapie besonders wichtig. Grundsätzlich gibt es keine spezielle Krebsdiät, stattdessen ist es wichtig, auf eine ausgewogene und vielseitige Ernährung zu achten. Solange es den Patienten möglich ist, kann die Zufuhr über die normale Nahrung erfolgen. Sollte dies nicht mehr möglich sein, entweder durch Unverträglichkeitsreaktionen oder durch den stark erhöhten Bedarf, können die Betroffenen spezielle Trink- und Sondennahrungen für Krebspatienten einsetzen. Diese sollten hochkalorisch und eiweißreich sein sowie die für die Krebspatienten spezielle Nährstoffe beinhalten.
So können Fischöle, insbesondere die enthaltene Eicosapentaensäure, die Stoffwechselvorgänge bei einer Krebserkrankung positiv beeinflussen. Eicosapentaensäure hilft auf diese Weise dabei, dem ungewollten Gewichtsverlust entgegenzuwirken beziehungsweise an Gewicht zuzunehmen.
Eine Broschüre zum Thema "Zunehmen leicht gemacht" ist bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, Stichwort "Zunehmen", Kurbrunnenstr. 5, 52066 Aachen gegen Einsendung eines mit 1,44 € frankierten DIN A5-Rückumschlages kostenlos erhältlich. Darüber hinaus beantworten Ernährungskräfte von 9 Uhr bis 15 Uhr Fragen zu Untergewicht und Mangelernährung unter 0241-96 10 316.
Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik e.V. MC
     [18.03.2004]
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