
Die Zahl der Hungernden steigt wieder und liegt jetzt
bei 842 Millionen. Von diesen chronisch Unterernährten leben 798
Millionen Menschen in Entwicklungsländern. Dies geht aus dem
"Weltbericht zu Hunger und Unterernährung 2003" der
Welternährungsorganisation FAO hervor Trotz Fortschritten in einzelnen Ländern sei diese Bilanz
Anzeige Das Ziel,
die Zahl der Unterernährten bis zum Jahr 2015 zu halbieren, sei nur
noch zu erreichen, wenn dieser Negativtrend sofort gestoppt würde.
Bestandteil einer Kursänderung müsse ein verstärktes finanzielles
Engagement der Industrieländer für Maßnahmen der Armutsbekämpfung und
eine Reform der internationalen Handelsbeziehungen sein. Auf Seiten
der Entwicklungsländer seien verstärkte öffentliche Investitionen in
die Landwirtschaft und ländliche Entwicklung, Reformen bei der
Landverteilung, der Aufbau demokratischer Strukturen und ein
gleichberechtigter Res-sourcenzugang für alle Gruppen der
Bevölkerung, vor allem für Frauen, notwendig.
Besonders dramatisch ist die Entwicklung auf dem afrikanischen Kontinent
Dr. Jochen Donner verwies auf die Feststellung des Berichts, HIV/Aids verschärfe in vielen Entwicklungsländern die Hungerkrise. Unterernährung wiederum beschleunige den Ausbruch der tödlichen Krankheit. Wenn bis 2020 allein im südlichen Afrika mehr als ein Fünftel der in der Landwirtschaft Beschäftigten der Epidemie zum Opfer falle, könnte die Nahrungsmittelversorgung für weite Teile der Bevölkerung zusammenbrechen. Hier seien spezielle Programme nötig - insbesondere zur Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion und Aufklärung -, wie sie die Deutsche Welthungerhilfe bereits in mehreren Ländern durchführt. PPG
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