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Ballaststoffe schützen vor Dickdarmkrebs
20.000 Darmkrebsfälle vermeidbar Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin: Bei Ballaststoffen gilt: Viel hilft viel!

Das Ergebnis der EPIC-Studie belegt, dass eine ballaststoffreiche Ernährung das Darmkrebs-Risiko verringern kann
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Eine Verdoppelung der Ballaststoffzufuhr würde das Risiko kolorektaler Karzinome um 40 Prozent oder mindestens 20.000 Fälle senken. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik empfiehlt täglich 1 Kilogramm Gemüse, Obst und Kartoffeln sowie regelmäßig Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte zu verzehren, um ausreichend Ballaststoffe aufzunehmen. Zur Aufnahmesteigerung sind auch Konzentrate wie teilhydrolisiertes Guarkernmehl, Plantago ovata-Samenschalen oder Pektin geeignet.
Die weltweit größte prospektive europäische Studie (EPIC) aus zehn Ländern bestätigt den Zusammenhang zwischen Ernährung und Krebs sowie anderen chronischen Krankheiten.
Durchschnittlich 35 Gramm Ballaststoffe pro Tag senken das Darmkrebs-Risiko um 25 Prozent im Gegensatz zu einer Aufnahme von lediglich 15 Gramm. Die mittlere Ballaststoffaufnahme der deutschen Studienteilnehmer lag bei 22 Gramm pro Tag. Jährlich erkranken in Deutschland 30.000 Frauen und 27.000 Männer an Dickdarmkrebs. Der primären Krebsprävention muss in Zukunft mehr Bedeutung zukommen, so Müller weiter. Ballaststoffe haben vorwiegend verdauungsphysiologische Eigenschaften. Sie gelangen unverdaut in den Dickdarm, wo ein Teil durch die intestinale Mikroflora verwertet wird. Die als Fermentationsprodukte entstehenden kurzkettigen Fettsäuren (vorrangig Acetat, Propionat, Butyrat) sorgen für eine Ansäuerung des Darminhalts, beeinflussen das mikrobielle Wachstum, dienen den Darmepithelzellen als Energiesubstrat und wirken sich positive auf unerwünschte Darmschleimhautveränderungen aus. TS
     [07.02.2004]
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