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Verbraucher werden kritischer
Rinderwahn, Schweinepest, Acrylamid - immer wieder berichten Medien über Lebensmittelskandale. Doch welchen Einfluss haben sie auf das Ernährungsverhalten der Verbraucher?

Diese Frage hat die Düsseldorfer Agentur Mediaedge:cia jetzt näher untersucht. Das Ergebnis der repräsentativen Analyse zeigt, dass die Konsumenten kritischer werden: 78 Prozent sind der Meinung, dass man heutzutage genau darauf achten muss, welche Lebensmittel in den Einkaufskorb kommen. Dies meinen vor allem Frauen und Haushalte mit Kindern unter 14 Jahren. Dagegen heißt es für rund die Hälfte der Befragten auch weiterhin: Hauptsache es schmeckt - egal, was die Medien berichten.
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Statt zu verzichten, wartet jeder zweite erst einmal weitere Erkenntnisse ab
Bevor die Verbraucher komplett auf ihre Lieblingsspeisen verzichten, wartet jeder zweite erst einmal ab, ob es weitere Erkenntnisse gibt. Knapp ein Drittel schränkt den Verzehr stärker ein, nur sieben Prozent lassen die Finger ganz von den betroffenen Produkten. Hierzu gehören unter anderem Pommes und Chips. Aufgrund der Acrylamid-Problematik, die in der Untersuchung besonders thematisiert wurde, hat sich der Verzehr von Pommes und Chips am stärksten verändert. 22 Prozent geben an, keine Chips mehr zu essen. Ein Viertel der Konsumenten greift deutlich weniger in die Chipstüte. Pommes sind für 16 Prozent der Befragten tabu, knapp ein Drittel hat den Verzehr stark eingeschränkt.
Insgesamt ist die Bevölkerung gut über Lebensmittelskandale informiert ist. Top-Informationsquelle ist das Fernsehen. 87 Prozent sind über TV-Berichte auf Lebensmittelskandale aufmerksam geworden. Zwei Drittel haben in der Tageszeitung darüber gelesen und jeweils gut ein Drittel erfuhr durch Radio bzw. Zeitschriften von den Ereignissen. MR
     [29.12.2003]
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