
Möhren schützen die Haut vor den schädlichen Einflüssen der Sonne, berichtet heute Daniela Rösler, Diplom Oecotrophologin bei der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik in Bad Aachen.Sven-David Müller, Gesellschaftssprecher, empfiehlt Sonnenhungrigen die zusätzliche Aufnahme von täglich sechs Milligramm ß-Karotin und 15 Milligramm Zink-Histidin, damit es kein böses Erwachen aus dem Sonnenbad gibt.
Sonnenanbeter sollten nicht nur auf einen ausreichenden Schutzfaktor ihrer Sonnencreme achten, sondern auch Karotinoid-haltige Lebensmittel, wie Möhren, Tomaten und rote Paprika verzehren beziehungsweise im Sommer zu Karotinoid-haltigen Gemüse- und Obstkonzentraten greifen.
Anzeige Hautrötungen signifikant reduziert Die Hautschutzfunktion der Karotinoide belegte jüngst eine deutsche Studie. Die 36 Probanden dieser placebokontrollierten Studie wurden in drei Gruppen eingeteilt. Die zwei Verumgruppen erhielten täglich entweder 24 Milligramm ß-Karotin oder ein Gemisch mit jeweils acht Milligramm ß-Karotin, Lutein sowie Lycopin. Zu Beginn der Studie, nach sechs und nach zwölf Wochen ermittelten die Wissenschaftler den Karotinoid-Spiegel im Serum und in der Haut sowie die Hautreaktionen nach einer Bestrahlung mit einem Sonnenlichtsimulator. In der ß-Karotin-Gruppe stieg die Serumkonzentration des ß-Karotins um das drei- bis vierfache an, bei der Gruppe mit der Karotinoid-Mischung zeigte sich für die verschiedenen substituierten Karotinoide jeweils eine ein- bis dreifache Steigerung der Serumkonzentration. In der Kontrollgruppe traten keinerlei Veränderungen der Serumkonzentrationen auf. Die durch die simulierte Sonnenlichteinstrahlung hervorgerufenen Hautrötungen waren in beiden Verum-Gruppen nach zwölf Wochen signifikant reduziert.
Zink gegen Sonnenbrand Karotinoide zählen zu den sekundären Pflanzenstoffen und sind weit verbreitete Naturfarbstoffe. Gemüse und Obst erhalten durch die Karotinoide eine charakteristische gelbe, orangerote oder rote Farbe. Von den rund 700 bekannten Karotinoiden sind vor allem ß-Karotin und Lycopin für ihre gesundheitsschützenden Wirkungen bekannt. Sie wirken antioxidativ und schützen dadurch nicht nur die Haut vor den schädlichen Folgen der UV-Strahlung, sondern auch vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Neben den Karotinoiden wirkt sich auch das Spurenelement Zink positiv gegen einen Sonnenbrand aus. Es fängt die schädlichen freien Radikale ab und wirkt prophylaktisch gegen Hautkrebs. Der innere Sonnenschutz ersetzt aber auf keinen Fall den äußeren. Auch bei reichlicher Karotinoid- sowie Zink-Zufuhr, möglichst in Form des gut bioverfügbaren Zink-Histidin ist der Einsatz von Sonnenschutzmitteln und eine dem Hauttyp angepasste "Sonnenzeit" unabdingbar, damit die Haut weder akuten noch dauerhaften Schaden davon trägt. FW
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