
Die wahren Ursachen des Übergewichts und wie Sie es wieder loswerden können. 8,7 Millionen Deutsche sind deutlich übergewichtig. Übergewicht macht krank. 67% aller Todesfälle stehen in (in)direktem Zusammenhang mit Fehlernährung. Die wahren Ursachen des Übergewichts:
Anzeige 1. Zuviel Kalorien, zuviel Fett Mit schlafwandlerischer Sicherheit greifen immer noch zu viele Menschen zu oft zu den falschen Lebensmitteln, sie nehmen zu viele Kalorien sowie gesättigte Fettsäuren, aber zu wenig Nahrungsfasern auf. Bedenklich ist, dass nur zwei Prozent der Bevölkerung ausreichend Gemüse und Obst essen. Der in Deutschland vorherrschende Gemüse- und Obstmangel macht uns dick, wenn wir stattdessen viel fettes Fleisch, Wurstwaren und Milchprodukte verzehren.
2. Falsche Getränke Genauso kalorienträchtig ist auch die Getränkeauswahl: Statt (Mineral)-wasser stehen gezuckerte Softdrinks und alkoholhaltige Getränke auf der Wunschliste.
3. Lügen statt Bewusstsein Viele Menschen verniedlichen Übergewicht als kosmetisches Problem und verweigern sich der Erkenntnis, dass Übergewicht ein ernstzunehmendes Gesundheitsproblem ist. Dicke sterben früher als Normalgewichtige, beweisen viele Studien. Der Mann ohne Bauch ist eben kein Krüppel und dicke Kinder sind nicht niedlich sondern krank.
4. Wiegen statt messen Gerade im Frühjahr, wenn 40% der Bevölkerung auf Diät sind, gibt es viele positive Ansätze, die aber leider nicht lange genug vorhalten. Die Gesellschaft räumt mit einigen Ernährungsmärchen auf und betont, dass die Waage blind ist, denn die Waage macht keine Aussage darüber, ob Muskulatur, Körperwasser oder Fettgewebe abgebaut wurden. Sinnvoller ist das Maßband oder die bioelektrische Impedanzanalyse, erläutert Müller.
5. Schlimm-Fraß, Pillen & Pülverchen Millionen Menschen setzen in Deutschland Jahr für Jahr auf dubiose Schlankheitsmittel. Insgesamt geben Übergewichtige in Deutschland mindestens 180 Millionen Euro für Schlankheitsmittel aus. Mit Nachdruck warnt die Gesellschaft für Ernährungsmedizin in Aachen vor chitosanhaltigen Schlankheitsmitteln, die Fett binden sollen. Studien beweisen, dass Chitosan dazu nicht in der Lage ist.
6. Diäten, Diäten, Diäten Inzwischen zeigt sich, dass die Diskussion um fettreiche Atkinsdiät, fettarme Diäten und Glyx an einem Punkt angelangt ist, bei dem die Ernährungsmedizin eingreifen muss, denn einfach durch die Bewertung des glykämischen Index oder der glykämischen Last von Lebensmitteln ist den Übergewichtigen genauso wenig geholfen wie durch die Meidung von Kohlenhydraten und die Bevorzugung von Fett. Es geht um die gesamte Nahrungsmittelauswahl und nicht um Stigmatisierung einzelner Inhaltsstoffe, denn schließlich geht es um die Gesamtkalorienzufuhr. Das Credo der Ernährungsmedizin lautet eine Kalorie ist eine Kalorie, so Sven-David Müller-Nothmann von der Gesellschaft für Ernährungsmedizin.
Mehr verbrauchen als verspeisen Jeder der mehr Kalorien verbraucht, als er aufnimmt, nimmt ab. Wenn dabei noch langsam verwertbare Kohlenhydrate, die Müller-Nothm dann als Slow Carb bezeichnet, die gut sättigen und den Insulinspiegel milde belasten, in Kombination mit ausreichend fettarmem Eiweiß und einer moderaten Zufuhr von gesunden ungesättigten Fettsäuren aufgenommen werden, sinkt das Körpergewicht. Neben der Fehlernährung ist der sitzende Lebensstil der Hauptfeind der schlanken Linie. Wir brauchen einen bewegteren Alltag und mehr Sport, um mehr Kalorien zu verbrennen und die Fettzellen zu entleeren.
Waist-to-Hip – so messen Sie Ihr Gesundheits-Risiko Entscheidend für das Gesundheitsrisiko bei Übergewicht ist die Waist-to-Hip-Ratio (WHR), also das Verhältnis des Umfanges der Taille zu dem der Hüfte. Ist das Übergewicht eher bauchbetont (androider Typ: "Apfelform") und somit die WHR hoch, dann ist das Risiko, an Folgeerkrankungen wie beispielsweise Arteriosklerose, Herzinsuffizienz oder Diabetes mellitus Typ 2 zu erkranken unverhältnismäßig höher als bei einem niedrigeren WHR-Wert, den z.B. ein gynoider Typ erreicht, ein Mensch mit "birnenförmigem" Körperbau. Bei Männern liegt ab einer WHR von mehr als 0,95 bei Frauen ab 0,85 (Taillenumfang durch Hüftumfang) eine so genannte abdominale Fettablagerung vor.
Auto-Crash durch Crash-Diäten Österreichs Touring Club warnt Autofahrer vor Fastenkuren und Nulldiäten. Sie können Sehstörungen, Schwindelanfälle und Kopfschmerzen verursachen und zu Autounfällen führen. Wer die Kalorienzufuhr radikal einschränkt, wie das bei den meisten Diäten der Fall ist, riskiert Gesundheitsstörungen bis zu Kreislaufzusammenbrüchen. Allein schon das Absinken des Blutzuckerspiegels verlangsame die Reaktionzeit erheblich, warnen die Experten.
Übergewicht kostet den Job Weil sie zu dick ist, hat die italiensche Armee eine Soldatin entlassen. Die Frau hatte über Monate hinweg permanent zugenommen und zuletzt 78 Kilo bei einer Körpergröße von 1,65 Meter gewogen. Gegen den Rausschmiss hatte "Miss Dickie" zwar geklagt, war aber auch vor Gericht an ihrer Körperfülle gescheitert.
Wasser verbrennt Fett Dass Wasser keine Kalorien enthält und deshalb nicht dick macht, ist ein alter Hut. Dass Trinkwasser aber sogar den Energieverbrauch des Körpers ankurbelt, darf getrost sensationell genannt werden. Forscher der Berliner Charité entdeckten, dass Leitungswasser ein Sättigungsgefühl erzeugt und selbst bei Normalgewichtigen die Energieverbrennung steigert. Wer 1,5 bis zwei Liter täglich trinkt, könne so übers Jahr 36 500 Kilokalorien oder umgerechnet fünf Kilo Fettgewebe zusätzlich verbrennen.
Futtern – nicht bei Muttern Fresser werden nicht geboren, sondern erzogen, wissen Experten. Wenn Kinder also zu dick werden, sind meistens die Erwachsenen schuld. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen hat das Essverhalten von Kindern berufstätiger Eltern getestet. Danach sieht eine regelmäßige Tagesmahlzeit eines Zehnjährigen so aus: ein Hamburger (54 g Fett), einmal Pommes (10 g Fett) mit Ketchup oder Mayo (10 g Fett) und ein Schokodonat (14 gFett). Mit insgesamt 88 Gramm Fett hat ein Stepke mit einem einzigen Fastfood-Snack bereits die empfohlene Tagesdosis eines Erwachsenen an Fett deutlich übertroffen. MC
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