
In diesem Jahr geben die Bundesbürger wieder rund 200 Millionen Euro für meist wirkungslose Schlankheitsmittel aus.Zum vierten Mal haben die Ernährungswissenschaftler der Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, Aachen, einen Vergleich der gängigen Schlankheitsmittel durchgeführt. Sinnvoll und wirksam sind die verschreibungspflichtigen Arzneimittel Reductil und Xenical, wenn sie deutlich Übergewichtige im Rahmen eines ganzheitlichen Gewichtsmanagement-Programms bei Beachtung des Nebenwirkungspotentials einnehmen. Ebenfalls sinnvoll und wirksam ist das proteinmodifizierte Fasten mit sogenannten Formuladiäten, sofern es zu einer Ernährungsumstellung führt, so Müller-Nothmann weiter. Erschreckend ist, dass alle anderen Schlankheitsmittel die Anforderungen an eine evidenzbasierte Therapie nicht erfüllen. Die häufig zur Gewichtsreduktion eingesetzten Abführ- oder Entwässerungsmittel sind nicht nur wirkungslos, sondern können auch eine Gesundheitsgefahr darstellen. Das Medizinprodukt CM3, das ebenfalls im Rahmen einer Übergewichtsbehandlung sinnvoll ist, ist nicht mehr in der in Studien geprüften Form im Handel. Die Gesellschaft für Ernährungsmedizin und Diätetik, die das Jahr 2005 zum Jahr des gesunden Abnehmens ausgerufen hat, empfiehlt den Übergewichtigen in Deutschland eine Ernährungsumstellung, mehr Bewegung und eine Verhaltensumstellung, um das Problem dauerhaft in den Griff zu bekommen. Eine Möglichkeit der gesunden Gewichtsreduktion ist auch das Internetprogramm www.slimcoach.de. Schlankheitsmittel sollten Übergewichtige grundsätzlich in der Apotheke beziehen und sich zuvor vom Hausarzt beraten lassen. Wer sich von Schlankheitsmitteln erhofft, allein durch sie abzunehmen, bleibt in jedem Falle erfolglos, denn Schlankheitsmittel, die den Bauch wegzaubern, gibt es nicht, betont Müller-Nothmann abschließend.
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Tipp zum Jahr des gesunden Abnehmens Probieren Sie als gesunde und kalorienarme Alternative zu Chips oder Erdnussflips doch mal Gemüse-Fingerfood mit Dip. Schneiden Sie dazu Möhren, Gurken und Paprika in etwa 1 cm breite Streifen. Für den Dip würzen Sie Magerquark mit Salz, Pfeffer und mischen frische Kräuter unter. Viel Spaß beim Dippen und guten Appetit! RS
Literatur / Quelle: www.deutsche-adipositas-gesellschaft.de |