
Die "South-Beach-Diät" des US-Mediziners Arthur Agatston hat Amerika im Sturm erobert. Man darf sich satt essen, braucht keine Kalorien zu zählen, keinen Sport zu treiben und soll dennoch innerhalb von zwei Wochen drei bis sechs Kilo abnehmen.Möglich wird dies durch konsequente Ernährungsumstellung. Experten halten das Konzept für empfehlenswert: "Die Vorteile überwiegen: Man nimmt sehr rasch ab und ist dadurch motiviert, seine Ernährung zu verändern", so der Ernährungs-wissenschaftler Prof. Dr. Claus Leitzmann von der Universität Gießen in der FÜR SIE (Ausgabe 3/04), die die neue Diät aus Florida ausführlich vorstellt.
Anzeige Zentrales Element ist der so genannte glykämische Index (Glyxx-Wert). Er bewertet Lebensmittel nach dem Tempo, mit dem die enthaltenen Kohlenhydrate in Zucker aufgespalten werden und ins Blut
gelangen.Je schneller das geht, desto schneller steigt der Blutzuckerspiegel, und fällt ebenso schnell wieder. Die Folge: Hunger. Lebensmittel mit niedrigem Glyxx-Faktor sind hingegen gut zum
Abnehmen geeignet.
Die Diät verläuft in zwei Phasen, in denen bestimmte Lebensmittel zunächst tabu und dann in Maßen wieder erlaubt sind. "Die Diät
sensibilisiert für gute Kohlehydrate und Fette. Sie verdeutlicht, warum Vollwerternährung so wichtig ist", sagt Leitzmann. Und er bestätigt die Kritik von Agatston an der Lebensmittelindustrie."Viele hochgradig verarbeitete Nahrungsmittel sind aufwendig verpackt, teuer, und nicht gesundheitsfördernd, weil ihnen große
Anteile an Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen entzogen wurden". HG
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