
Immer mehr Deutsche sind übergewichtig, Tendenz steigend.Laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist im
Jahr 2002 bereits jeder zweite Erwachsene übergewichtig, davon sind
15 bis 20 Prozent sehr dick beziehungsweise fettleibig.
Anzeige Bald ist jeder Zweite fettleibig In den
letzten 25 Jahren hat sich die Zahl der als zu dick geltenden
10-Jährigen vervierfacht. Hält diese Entwicklung weiter an, so wird
im Jahr 2040 jeder zweite Erwachsene nicht nur übergewichtig sein,
also einen Body Mass Index (BMI) zwischen 25 und 30 haben, sondern
einen BMI von über 30 aufweisen und somit fettleibig sein. Der BMI
errechnet sich aus dem Verhältnis zwischen Körpergewicht, Körpergröße
und Geschlecht. Auch die Zahlen des WHO Gesundheitsreport 2002 sind
besorgniserregend: Bereits drei Millionen Todesfälle pro Jahr sind
weltweit auf Übergewicht und Fettleibigkeit zurückzuführen.
Fett ist nicht gleich Fett Dass ein Übermaß an Fett und Zucker dick und unter Umständen auch
krank machen kann, ist hinreichend bekannt. Eine von Becel bei TNS
Emnid in Auftrag gegebene Untersuchung hat jedoch ergeben, dass nur
ein Drittel der Deutschen (34 Prozent) aus gesundheitlichen Gründen
auf das Fett in ihrem Essen achtet. Fettleibigkeit ist jedoch einer
der größten Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weitere
Risikofaktoren sind beispielsweise erhöhte Cholesterinwerte,
Bluthochdruck, Stress und Bewegungsmangel.
Art und Menge machen´s "Fett ist aber nicht gleich Fett; es kommt nicht nur auf die Menge
an, sondern auch auf die Art der Fette", sagt Prof. Eberhard Windler,
Fettstoffwechselexperte am Universitätsklinikum Hamburg- Eppendorf.
Ganz ohne Fett könnten wir nicht leben, weil die Vitamine A, D, E und
K nicht vom Körper aufgenommen werden können, da sie fettlöslich
sind. Eine extrem fettreduzierte Lebensweise wirkt sich daher sogar
negativ auf die Gesundheit aus. Werden hingegen die richtigen Fette
verwendet, können diese helfen, Herz-Kreislauf- Erkrankungen
vorzubeugen. Aber wie weit kennen sich die Deutschen mit Fetten aus?
Hier ergab die Umfrage, dass nur 26 Prozent der Deutschen den
Unterschied zwischen gesättigten und ungesättigten Fettsäuren richtig
erklären können. 58 Prozent davon haben schon einmal von dem
Unterschied gehört, wissen aber nicht, in welchen Nahrungsmitteln
welche Fettsäuren vorkommen. Besonders wertvoll sind die mehrfach
ungesättigten Fettsäuren, wie zum Beispiel Omega-3 und Omega-6
Fettsäuren, die vor allem in hochwertigen Pflanzenölen, in
Kaltwasserfischen und auch in Becel Produkten enthalten sind.
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren wirken sich im Rahmen einer gesunden
Ernährung mit viel Obst und Gemüse sogar positiv auf den
Cholesterinspiegel aus. Gesättigte Fettsäuren, die vor allem in
Lebensmitteln tierischer Herkunft vorkommen, können hingegen den
Cholesterinspiegel anheben und somit das Risiko erhöhen, einen
Herzinfarkt zu erleiden.
Gute Fette - schlechte Fette Risikofaktor Cholesterin Rund 75 Prozent der deutschen Bevölkerung haben nach Angaben des
Robert-Koch-Instituts (1998) einen Cholesterinspiegel, der über dem
empfohlenen Wert liegt, die meisten jedoch wissen gar nichts davon.
Die von Becel in Auftrag gegebene Umfrage ergab, dass nur 23 Prozent
der Deutschen, wenn sie denn überhaupt auf das Fett achten, dies
wegen ihres Cholesterinspiegels tun. Weitere 24 Prozent der Befragten
lehnen die Aussage "Wenn ich auf den Fettgehalt meiner Nahrung achte,
tue ich dies wegen meines Cholesterinspiegels" sogar gänzlich ab.
Dabei hat gerade die Aufnahmemenge und Zusammensetzung von
Nahrungsfetten einen immensen Einfluss auf den Cholesterinwert im
Blut. Bei einer gesunden Ernährung sollte laut DGE der Anteil an Fett
in der Gesamtmenge der zugeführten Kalorien nicht mehr als 30 Prozent
betragen. Dies entspricht bei Frauen einer täglichen Aufnahmemenge
von circa 60 Gramm und bei Männern circa 80 Gramm. Das Fett in der
Nahrung sollte bis zu einem Drittel aus mehrfach ungesättigten
Fettsäuren, zu mindestens einem Drittel aus einfach ungesättigten
Fettsäuren und zu maximal einem Drittel aus gesättigten Fettsäuren
bestehen.
Die Ergebnisse der Umfrage verdeutlichen, wie zwingend notwendig
eine Aufklärungsarbeit über Fette und Cholesterin immer noch ist. RS
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